US-Wahlen
Trump bezeichnet Irak-Krieg als «dicken, fetten Fehler»
publiziert: Sonntag, 14. Feb 2016 / 08:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Feb 2016 / 18:21 Uhr
Der Irak-Krieg, den George W. angerissen habe, sei «ein dicker, fetter Fehler» gewesen, rief Trump in der Debatte in South Carolina. (Archivbild)
Der Irak-Krieg, den George W. angerissen habe, sei «ein dicker, fetter Fehler» gewesen, rief Trump in der Debatte in South Carolina. (Archivbild)

Greenville - Eine Woche vor der nächsten Vorwahl in South Carolina haben sich die republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten ihr bisher heftigstes TV-Duell geliefert.

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Vor allem zwischen dem moderateren Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, und dem populistischen Milliardär Donald Trump flogen die Fetzen.

Auch der erzkonservative Senator Ted Cruz griff Trump, den derzeitigen Spitzenreiter im Republikaner-Feld, in der Debatte am Samstagabend (Ortszeit) in South Carolina massiv an.

So viele Giftpfeile wurden von Bush und Cruz verschossen, dass Trump wiederholt von den Frontalangriffen aus der Bahn geworfen zu sein schien.

Die heftigsten Wortgefechte gab es, als sich der Immobilien-Mogul abfällig über Jeb Bushs Bruder, den Ex-Präsidenten George W. Bush, äusserte und ihm unter anderem mit Blick auf die Anschläge vom 11. September 2001 anlastete, die Sicherheit des Landes gefährdet zu haben.

Experten sprachen von einem grossen Risiko, dass Trump damit einging: George W. Bush ist in South Carolina sehr populär. Er wird daher auch ab Montag in diesem Bundesstaat für seinen Bruder werben. Viele Kommentatoren bezeichneten Jeb Bush und Floridas Senator Marco Rubio als Sieger der Debatte, während sie Trumps Auftritt als schwach einstuften.

Trump führt in South Carolina

Trump geht nach bisherigen Umfragen als Favorit in die Kandidatenkür in South Carolina. Cruz sowie Bush, Ohios Gouverneur John Kasich und Rubio kämpfen um die wichtigen zweiten und dritten Plätze.

In der Debatte in Greenville bekräftigte Trump frühere Äusserungen, nach denen George W. Bush eigentlich ein Amtsenthebungsverfahren verdient hätte, weil er den Irakkrieg begonnen habe. Der Präsident habe damals das Land in Sachen Massenvernichtungswaffen im Irak belogen.

Jeb Bush antwortete: "Ich habe es satt, dass er (Trump) meine Familie angreift. Mein Vater ist in meinen Augen der grösste lebende Mann...Meine Mutter ist die stärkste Person, die ich kenne." Trump erwiderte: "Dann sollte besser sie kandidieren."

"Das ist der Bursche, der seine Aussenpolitik aus TV-Reality-Shows bezieht", sagte Bush an einem Punkt an die Adresse Trumps. Dieser wiederum antwortete auf einen Vorwurf von Senator Cruz mit den Worten: "Du bist der grösste einzelne Lügner. Du bist wahrscheinlich noch schlimmer als Jeb Bush." So erhitzt wurde der Streit an einem Punkt, dass Mitbewerber Kasich sagte: "Das ist verrückt."

Beherrscht wurde die Debatte anfangs vom Streit um die Neubesetzung des Postens im höchsten Gericht der USA, der nach dem Tod des stramm konservativen Richters Antonin Scalia am Samstag frei geworden ist. Alle Bewerber forderten Präsident Barack Obama auf, seinem Nachfolger die Nominierung eines Nachrückers zu überlassen.

(asu/sda)

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ensteht, gebe ich hier mal meinen Senf zu: Auch so ein Oberdummschwätzer wie der Trump kann einmal Recht haben (Es gibt eben keinen Dreck unter den Menschen!) . Was ihn noch lange nicht zu einem geeigneten US-Präsidenten macht!
Der Bush aus Florida hat offenbar einen Vater-Mutter Komplex. Aber das ist nicht das Schlimmste, er glaubt sein Bruder, den er ja damals ins Amt schwindelte, sei ein tadelloser Präsident gewesen, was fast noch die grössere Lüge ist, als die des Bruders von den Atomwaffen des Iraks.
Beide Kandidaten sind nicht wählbar!
Es...
könnte durchaus sein, dass der Aufstieg von B. Sanders weitergehen könnte. Als nächstes stehen bei den Demokraten die Vorwahlversammlungen in Nevada an. Nevada war von der Immobilienkrise besonders betroffen, da dürften B. Sanders mit seiner These, dass das Geschäftsmodell von Wall Street Betrug wäre, auf offene Ohren stossen, während H. Clintons Nähe zur Wall Street ihr in diesem Staat zum Verhängnis werden könnte.Ausserdem hat sich bei Wahlen in Nevada in den vergangenen Jahren eine erhebliche Anti-Establishment-Stimmung gezeigt. Vor sechs Jahren konnte der demokratische Mehrheitsführer im Senat seinen Sitz nur knapp gegen eine Kandidatin von der Tea Party-Fraktion der Republikaner verteidigen.
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