Tschechien: Präsidentenwahl noch nicht entschieden
publiziert: Freitag, 15. Feb 2008 / 11:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2008 / 17:44 Uhr

Prag - Bei den ersten zwei Runden der Präsidentenwahl in Tschechien haben die Kandidaten die erforderlichen Mehrheiten in beiden Abgeordnetenkammern verfehlt.

Vaclav Klaus hat die besten Chancen auf eine Wiederwahl.
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Amtsinhaber Vaclav Klaus erhielt zwar mehr Stimmen als sein Konkurrent, der amerikanisch-tschechische Wirtschaftsprofessor Jan Svejnar. Klaus erreichte die Mehrheiten allerdings nur im Senat, nicht im Parlament.

Damit kommt es voraussichtlich noch heute zu einem weiteren Wahlgang. Dabei werden die Stimmen in den zwei Kammern nicht wie bisher getrennt, sondern zusammen ausgezählt. Für einen Sieg genügt dann eine Mehrheit unter den anwesenden Abgeordneten.

Die dritte Bewerberin, die EU-Abgeordnete Jana Bobosikova, hatte noch vor der ersten Abstimmung ihre Kandidatur zurückgezogen. Die Kommunistische Partei, die Bobosikova nominiert hatte, wollte durch das Manöver eine Wiederwahl von Klaus verhindern.

Drei Wahlrunden vor einer Woche waren ohne Sieger geblieben. Der EU-Gegner Klaus führt Tschechien seit 2003 und wird von der regierungsführenden Bürgerpartei unterstützt.

(rr/sda)

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