Tür für den Iran offen gelassen
publiziert: Freitag, 25. Aug 2006 / 18:09 Uhr

Paris - Im Atomstreit mit dem Iran zeichnen sich weitere Gespräche ab. Deutschland und Frankreich haben die Tür für Verhandlungen trotz der als unzureichend eingestuften Antwort Teherans auf das Angebot des Westens offen gelassen.

Chirac nannte den iranischen Standpunkt «ein wenig zweideutig».
Chirac nannte den iranischen Standpunkt «ein wenig zweideutig».
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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Gespräch mit dem französischen Präsident Jacques Chirac in Paris, die iranische Antwort gehe allerdings auf «wesentliche Elemente» nicht ein.

Dies gelte besonders für die Forderung der Staatengemeinschaft nach einer Aussetzung der Urananreicherung im Iran. «Aber die Tür ist weiterhin offen», sagte Merkel.

Chirac nannte den iranischen Standpunkt «ein wenig zweideutig». Sein Aussenminister Philippe Douste-Blazy hatte zuvor jedoch erklärt, vom Grundsatz des Dialogs auszugehen. «Man muss die Hand ausgestreckt halten», sagte er dem Radio RTL. «Am schlimmsten wäre es, nun mit Macht in eine Konfrontation einzutreten» mit Teheran und der muslimischen Welt.

Iran zu mehr Entgegenkommen aufgefordert

Der deutsche Aussenminister Frank Walter Steinmeier forderte den Iran zu mehr «Entgegenkommen» auf. Eine Verhandlungslösung sei nur möglich, wenn die Regierung in Teheran auf Vorbedingungen verzichte und eine «Vertrauensgrundlage» schaffe, sagte Steinmeier in Brüssel unmittelbar vor einem Gespräch mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Annan will in Kürze auch nach Teheran reisen.

Steinmeier wies die Forderung Teherans zurück, die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates sowie Deutschland müssten vor weiteren Verhandlungen darauf verzichten, möglicherweise den Sicherheitsrat anzurufen.

Russland sprach sich erneut gegen Strafmassnahmen aus. Sein Land stehe für weitere politische und diplomatische Bemühungen, sagte Verteidigungsminister Sergej Iwanow im russischen Fernsehen. Seiner Ansicht nach hätten sich Sanktionen in internationalen Konflikten als nicht effektiv erwiesen.

(smw/sda)

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