Türkei: Kämpfe im Baugebiet des Ilisu-Staudamms
publiziert: Mittwoch, 24. Okt 2007 / 14:31 Uhr

Ankara - Im Baugebiet für den umstrittenen geplanten Ilisu-Staudamm in der Südosttürkei wird gegenwärtig heftig gekämpft. Die Behörden erwägen daher offenbar, Militärstützpunkte zu errichten.

Die Türkei bereitet offenbar eine grössere Operation vor.
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Wie die Arbeiterpartei Kurdistans PKK mitteilte, unternahmen die türkischen Streitkräfte in den vergangenen Tagen erneut Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen am Berg Gabar; dabei sei ein Kämpfer getötet worden.

Der Gabar-Gebirgszug im Westen der Provinz Sirnak am Tigris ist eine der Hochburgen der PKK auf türkischem Boden und immer wieder Schauplatz heftiger und verlustreicher Kämpfe. Allein in den vergangenen Wochen starben dort mehr als ein Dutzend türkischer Soldaten.

Schweizer Firmen beteiligt

Die geplante Staustelle für den Ilisu-Damm liegt am Fusse des Gebirgszuges in unmittelbar Nähe zum Gefechtsgebiet. Gebaut wird derzeit noch nicht.

An dem Konsortium, das den Staudamm bauen soll, sind ausser Firmen aus der Türkei, Deutschland und Österreich auch die Schweizer Firmen Alstom, Colenco, Maggia und Stucky beteiligt. Ende März hatte der Bundesrat diesen eine Exportrisikogarantie von 225 Millionen Franken zugesichert.

Luftangriff im Irak

Die türkische Luftwaffe bombardierte laut türkischen Presseberichten am vergangenen Wochenende Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans im Irak.

Unter Berufung auf den stellvertretenden Ministerpräsidenten Cemil Cicek berichtete die Tageszeitung «Hürriyet», die Flieger seien bis zu fünzig Kilometer tief in den irakischen Luftraum vorgedrungen und hätten Rebellenstützpunkte mehrfach beschossen.

USA drängen auf Zurückhaltung

Die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, die wegen der schweren Gefechte im Südosten des Landes unter innenpolitischem Druck steht, bereitet seit Wochen Militäreinsätze auf irakischem Territorium vor.

Die Pläne wurden in der vergangenen Woche vom Parlament gebilligt. Die Verbündeten der Türkei, allen voran die USA, dringen auf Zurückhaltung.

(ht/sda)

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