Türkei beschiesst PKK-Lager in Irak
publiziert: Donnerstag, 18. Aug 2011 / 09:51 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Aug 2011 / 16:09 Uhr
Türkisches Kampfflugzeug.
Türkisches Kampfflugzeug.

Ankara - Die türkische Luftwaffe hat als Reaktion auf einen Anschlag kurdischer Rebellen eine Serie von Luftangriffen auf Ziele im Nordirak geflogen. Ausserdem wurden dort die Stellungen der kurdischen Untergrundorganisation PKK mit Artillerie beschossen.

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Die türkische Militärführung kündigte am Donnerstag an, der Einsatz werde weitergehen, bis die PKK handlungsunfähig sei. Am Mittwoch hatten PKK-Kämpfer im Südosten der Türkei nahe der Grenze zum Irak einen Armeekonvoi angegriffen und nach Militärangaben acht Soldaten und einen sogenannten Dorfschützer getötet.

Türkische Fernsehsender berichteten von zwölf Getöteten. Es war einer der schwersten Angriffe der vergangenen Jahre in dem Kurden-Konflikt. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und andere führende türkische Politiker verurteilten den Angriff scharf. Erdogan kündigte an, dass die Täter «den Preis zahlen» müssten.

Angriffe in den Kandil-Bergen

Weitere Worte seien nicht nötig, sagte Erdogan. Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Noch am Abend begannen 15 türkische Kampfjets mit Luftangriffen, die sich auch gegen Ziele in den nordirakischen Kandil-Bergen richteten. Dort soll das Hauptquartier der PKK stehen.

Zudem nahm türkische Artillerie 168 Ziele im Grenzgebiet des Iraks zur Türkei unter Feuer, wie der Generalstab mitteilte. Die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat berichtete am Donnerstag, vom Morgen an hätten Kampfflugzeuge weitere Ziele im Nordirak angegriffen.

Kampf für mehr Autonomie

Bei zwei türkischen Angriffswellen in der Nacht habe es Verletzte gegeben. Laut diesen Berichten wurden auch Dörfer getroffen. Die PKK unterhält im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie wiederholt Angriffe über die Grenze in der Türkei unternimmt.

Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder grössere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. In dem Konflikt wurden nach Angaben der türkischen Armee mehr als 42'000 Menschen getötet. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.

(bert/sda)

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Die türkische Armee hat bis zu 100 mutmassliche kurdische Rebellen getötet.
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Noch ein Grund
Sie haben vergessen zu erwähnen, dass die Türkei seit bald dreissig Jahren Zypern besetzt hält.
In dieser Zeit haben die Besatzer 520 orthodoxe Kirchen und 17 Klöster geplündert, entweiht und zum Teil zerstört.
Wie im Stammland auch, werden nun in Nordzypern die Christen unterdrückt und vertrieben.

Das wär ein Grund für mich, der Türkei nichts zu lieferen oder abzukaufen. Und damit mein ich nicht nur keine Waffen. Auch abkaufen will ich den Kulturverdrängern nichts. Wo diese an die Macht kommen, herrscht nachher Armut und Dummheit. Hat wohl auch mit der Religion zu tun.

Ne. So was muss ich nicht unterstützen.

Mein Slogan - Gyros statt Kebbab.
Kriegsmaterialexporte an Staaten die Kriege führen sind verboten
Die türkische Armee führt ihre Vergeltungsschläge nach einer Anschlagsserie in den Kurdengebieten weiter. In den vergangenen sechs Tagen griff die Luftwaffe der Türkei zahlreiche Ziele im Nordirak an. Bei den bombardierten Einrichtungen habe es sich um verlassene Stellungen gehandelt sagte ein Sprecher der kurdischen Rebellen und in den beschossenen Dörfern seien Zivilpersonen umgekommen. Wie dem auch sei, einem Land wie der Türkei das Krieg führt sollte die neutrale und der Humanität verpflichtete Schweiz kein Kriegsmaterial liefern. Kriegsmaterialexporte an Staaten die Kriege sind laut dem Kriegsmaterialgesetz und der Kriegsmaterialverordnung verboten. Am 23. März 2005 hatte der Bundesrat beschlossen, Gesuche für die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die Türkei wieder zu bewilligen. Dieses Land steht aber immer noch im Krieg. Türkische Streitkräfte bekämpfen nicht nur im eigenen Land Aufständische, sondern verfolgen und bombardieren, im Nordirak immer wieder kurdische Rebellen, wie jetzt wieder.

Ausser dem militärischen Konflikt mit den Kurden würde es auch noch weitere Gründe geben der Türkei kein Kriegsmaterial zu verkaufen, nämlich die Diskriminierung der kurdischen Bevölkerung in der Türkei, eine Gruppe die laut der Europäischen Gemeinschaft etwa 15-20 Millionen Menschen umfasst. Trotzdem bewilligte der Bund im letzten Jahr Kriegsmaterialexporte von 9,4 Millionen Franken nach der Türkei. Für über eine Million Franken Munition und Munitionsbestandteile für Waffen jeglichen Kalibers (Kategorie KM 3) und für rund acht Millionen Franken (Kategorie KM 4 „Bomben, Torpedos, Raketen, Flugkörper“).

Ausserdem wird Schweizer Kriegsmaterial weiterhin nach Saudi-Arabien, Pakistan, die Arabischen Emirate und Nato Staaten die seit bald zehn Jahren in Afghanistan und seit sechs Monaten in Libyen Krieg führen. 70 Professoren der Rechtskunde kritisierten vor zwei Jahren die Praxis des Bundesrates in Sachen Kriegsmaterialexporten, vergeblich, wie es sich zeigt.
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