Luftangriffe
Türkei greift PKK im Nordirak weiter an
publiziert: Donnerstag, 20. Okt 2011 / 09:56 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Okt 2011 / 18:36 Uhr
Die türkische Luftwaffe setzt ihre Angriffe fort. (Symbolbild)
Die türkische Luftwaffe setzt ihre Angriffe fort. (Symbolbild)

Diyarbakir - Die türkische Armee hat ihre Offensive gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak mit Bodentruppen ausgeweitet. Insgesamt 22 Bataillone rückten mit Unterstützung der Luftwaffe zu fünf Zielen im Nordirak und in der Türkei aus.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der Generalstab machte am Donnerstag keine Angaben zur Gesamtzahl der eingesetzten Soldaten. Militärexperten schätzten die Truppenmobilisierung auf 10'000 bis 15'000 Mann.

Der Irak sicherte der Türkei in einer Mitteilung seines Aussenministeriums am Donnerstag seine Unterstützung in Sicherheitsfragen zu.

Zuvor hatte die türkische Luftwaffe nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der Nacht zu Donnerstag Angriffe auf Stellungen der PKK geflogen.

Der militärische Einsatz an der Basis in der südostanatolischen Stadt Diyarbakir sei die gesamte Nacht über sehr intensiv gewesen. Zahlreiche Kampfjets seien von dort gestartet, um mutmassliche Stellungen der PKK in den irakischen Bergen zu bombardieren.

PKK bereitet sich vor

Die PKK bereitete sich derweil auf den Angriff der türkischen Armee vor. «Wenn sie kommen wollen, lasst sie kommen», sagte PKK-Sprecher Dosdar Hammo der Nachrichtenagentur AFP. Die PKK werde sie willkommen heissen. Insgesamt sollen sich im Nordirak etwa 2000 Kämpfer der Gruppe aufhalten.

Kurdische Rebellen hatten am Dienstagabend bei mehreren gleichzeitigen Angriffen auf türkische Militärposten an der Grenze zum Irak nach amtlichen Angaben 24 Soldaten getötet und 18 weitere verletzt. Es waren die zweitschwersten Verluste der türkischen Armee, seitdem die PKK 1984 den bewaffneten Kampf gegen die Türkei aufgenommen hatte.

Staatschef Abdullah Gül kündigte daraufhin «schreckliche Rache» an. Die türkische Luftwaffe flog am Mittwoch unter anderem Angriffe in den Kandil-Bergen, die als Hauptrückzugsgebiet der Rebellen gelten. Die Türkei, die EU und die USA stufen die PKK als Terrororganisation ein.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tunceli - Kurdische Rebellen haben am Sonntagabend nach übereinstimmenden Angaben einen kurdischstämmigen Politiker der türkischen Oppositionspartei CHP ... mehr lesen
Truppenverbände haben die Suche sofort aufgenommen.
Ein Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK (Symbolbild).
Istanbul - Die türkische Armee hat bei ihrem Militäreinsatz gegen kurdische ... mehr lesen
Hakkari - Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Südosten des ... mehr lesen
Die türkische Armee befindet sich in einer Grossoffensive gegen die PKK.
Ankara - Beim schwersten PKK-Angriff seit Jahren haben kurdische Kämpfer im Südosten der Türkei mindestens 24 Soldaten und Polizisten getötet. Das bestätigte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch. Die türkischen Streitkräfte reagierten nach Medienberichten mit Bombenangriffen auf vermutete PKK-Einrichtungen im Irak. mehr lesen  1
Geschichtsunterricht
Als das osmanische Reich am Boden lag, kam ein gewisser Mustafa Kemal Pascha später Atatürk (Vater der Türken). Er brauchte die Kurden um die Türkei zu gründen. Den Kurden versprach er ein unabhängiges Land.

Blöderweise fand der Pascha ÖL.
Beihilfe zu Mord und Totschlag: auch in Kriegen Offizialdelikte
Die türkische Armee interveniert wieder im Irak mit Kampfflugzeugen, Helikoptern und Bodentruppen um dort kurdische PKK Rebellen zu liquidieren. Schon im September dieses Jahres griff die Luftwaffe der Türkei zahlreiche kurdische Ziele im Nordirak an um sich für Anschläge der PKK in der Türkei zu rächen. Bis zu 100 kurdische Rebellen sollen damals im Nordirak getötet worden sein. In den beschossenen Dörfern seien keine Kämpfer sondern Zivilpersonen umgekommen, erklärte jedoch der Sprecher der kurdischen Aufständischen im September. Wie dem auch sei, einem Land wie der Türkei das Krieg führt und einen grossen Teil der Bevölkerung diskriminiert sollte die neutrale und der Humanität verpflichtete Schweiz kein Kriegsmaterial liefern. - Kriegsmaterialexporte an Staaten die Kriege führen sind laut dem Kriegsmaterialgesetz und der Kriegsmaterialverordnung verboten. Die wirtschaftlich erfolgreiche Regierung der Türkei unter Erdogan gilt heute zwar als Vorbild für muslimische Staaten. Die Militärs wagen es nicht gegen den „Imperator“ Erdogan zu putschen. Er hält die Offiziere in Schach. Aber das rechtfertigt keine Waffenexporte an die Türkei. Auch unter Erdogan werden die Kurden immer noch stark diskriminiert. In der Türkei leben etwa 15-20 Millionen Kurden, bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 74 Millionen Menschen.

Am 23. März 2005 hatte der Bundesrat beschlossen Gesuche für die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die Türkei wieder zu bewilligen. Dieses Land stand damals aber immer noch im Krieg mit dem Kurden und hielt Nordzypern besetzt. Türkische Streitkräfte bekämpften damals nicht nur im eigenen Land Aufständische, sondern verfolgten und bombardierten im Nordirak immer wieder kurdische Rebellen, wie jetzt wieder. Im letzten Jahr bewilligte der Bund für 9,4 Millionen Franken Kriegsmaterialexporte nach der Türkei. Die Kriegsmateriallieferungen an die Türkei wurden auch 2008 nicht ausgesetzt als die türkische Armee mit mehreren Tausend Soldaten in die Kandilberge vordrang um PKK-Lager zu zerstören.

Beihilfe zu Mord und Totschlag sind auch in Kriegen Offizialdelikte. Waffenexporteure und ihre Helfershelfer in Politik und Wirtschaft sind strafrechtlich verantwortlich für ihr Tun. Sie haben keinen Freipass für ihre Tätigkeit. Für den Artikel 25 des Schweizerischen Strafgesetzbuches gibt es für Waffenexporteure und ihre Helfer beim Bund keine Ausnahmebestimmungen. Für Delikte wie Beihilfe zum Mord, zu vorsätzlicher Tötung, zu schwerer Köperverletzung und zu schwerer Sachbeschädigung gelten nicht nur für Kleinkriminelle die Strafbestimmungen. Gehilfe bei solchen Straftaten, die unter Artikel 25 des Strafrechts fallen, ist auch derjenige welcher „zu einem Verbrechen oder zu einem Vergehen vorsätzliche Hilfe leistet“, wer also auch „vorsätzlich in untergeordneter Stellung die Vorsatztat eines andern fördert“. Diese Verbrechen sind, laut Artikel 75 bis des Strafgesetzbuches, sogar unverjährbar. Mit Schweizer Waffen, Bomben und Munition wurde und wird in Kriegen getötet. Kriegsmaterialexport ist Beihilfe zum Mord, auch wenn die vier Bundesrätinnen und die drei Bundesräte diesen Geschäften den Segen geben, wie jetzt bei Rüstungslieferungen an Nato-Staaten die in Afghanistan Krieg führen.
Die Angriffe
der türkischen Armee gegen die PKK-Terroristen sind mit voller Härte weiterzuführen. Jegliches Aussetzen der Angriffe muss vermieden werden damit die Terroristen unter stetigem psychologischem Druck gehalten werden können. Den PKK-Terroristen muss jede Gelegenheit genommen werden sich neu zu formieren um erneut Anschläge auf Unschuldige durchzuführen.
Die Sinai-Halbinsel wird durch mehrere Anschläge ...
Mehr als 70 Tote  Kairo - Bei einer Anschlagsserie auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach ägyptischen Behördenangaben mehr als 70 Menschen getötet worden. Die IS-Terrormiliz bekannte sich zu den Angriffen. 1
Mindestens zwölf Tote bei Anschlägen auf dem Sinai Al-Arisch - Bei zwei separaten Anschlägen im Norden der ägyptischen ...
Etschmayer Terrorismus beherrscht die Schlagzeilen. Und wo kein Terror von der Titelseite schreit, ist Griechenland. Trauriges Alternativprogramm oder derselbe Schrecken in anderen ... mehr lesen  
Wer ist schrecklicher: Diese IS-Barbaren oder die White-Collar-Terroristen der Euro-Gruppe?
Teilweiser Zahlungsausfall von griechischen Banken New York - Die Ratingagentur Fitch hat am Montag vier Banken in Griechenland einen teilweisen ... 1
Unter den betroffenen Banken befindet sich die Eurobank.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... heute 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... heute 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... heute 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... heute 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... heute 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... gestern 07:49
  • thomy aus Bern 4248
    Liebe/r zombie1969 Ich denke, es ist weitgehend leider so, wie Sie dies schildern! Es kann ... Mo, 29.06.15 19:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Daesh nur Mittel zum Zweck! Man sollte die Lage topologisch, nicht topografisch denken. Es geht um ... Mo, 29.06.15 13:35
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 13°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 18°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 18°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 17°C 34°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 23°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten