Türkei lehnt Gespräche mit Kurden im Irak ab
publiziert: Freitag, 19. Okt 2007 / 19:19 Uhr

Ankara/Erbil - Die Türkei hat das Gesprächsangebot der kurdischen Regionalregierung zur Vermeidung eines türkischen Militäreinsatzes gegen Kurdenrebellen im Nordirak abgelehnt.

Ministerpräsident Erdogan verlangt, dass die irakische Regierung ihre Versprechen einlöst.
Ministerpräsident Erdogan verlangt, dass die irakische Regierung ihre Versprechen einlöst.
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«Wir sprechen nicht mit kurdischen Gruppen im Irak», sagte Vizeministerpräsident Cemil Cicek der türkischen Tageszeitung «Today's Zaman» (Freitagsausgabe). Ankara erkenne nur die irakische Regierung als Gesprächspartner an.

«Der Nordirak gehört zum Irak und die irakischen Kurden sollten das, was sie uns sagen wollen, ihrer eigenen Regierung in Bagdad mitteilen», sagte Cicek.

Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan bekräftigte vor Journalisten seine Forderung nach einer Schliessung sämtlicher Lager der kurdischen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Norden Iraks.

Es sei zwar «positiv», dass die irakische Zentralregierung zugesagt habe, die PKK aus dem kurdischen Gebiet Iraks zu verdrängen. Nun müssten aber Taten folgen und die «Terroristen» ausgeliefert werden, sagte Erdogan.

UNO fordert Schritte gegen PKK-Angriffe

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte «entschiedene Massnahmen» gegen die Aktivitäten der PKK-Rebellen im Nordirak. Ban rief die Regierung in Bagdad und die kurdische Regionalregierung dazu auf, sicherzustellen, dass irakisches Territorium nicht von der PKK für Angriffe gegen die Türkei genutzt werden kann.

Die irakischen Kurden kündigten Gegenwehr an, sollten türkische Truppen in den Nordirak vorstossen. «Wir sind entschlossen, unsere demokratischen Errungenschaften, die Würde unseres Volkes und die Unversehrtheit unseres Landes zu verteidigen», teilte das Büro des Kurdenpolitikers Massud Barsani mit.

(bert/sda)

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