Türkische Angriffe auf PKK zu Land und aus der Luft
publiziert: Sonntag, 27. Apr 2008 / 15:55 Uhr

Tunceli - Zwei Monate nach ihrem Abzug aus dem Nordirak hat die türkische Armee ihre Angriffe auf kurdische Rebellen im Grenzgebiet beider Staaten wieder verstärkt.

In der Nacht zum Samstag griff die Luftwaffe erneut Ziele im Nordirak an.
In der Nacht zum Samstag griff die Luftwaffe erneut Ziele im Nordirak an.
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Die Armee setzte Militärkreisen zufolge im Südosten der Türkei mehr als 20'000 Soldaten in zwei grösseren Offensiven gegen Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ein.

In der Nacht zum Samstag griff die Luftwaffe binnen einer Woche zum zweiten Mal Ziele im Nordirak an. Es sei die grösste Angriffswelle in dem Gebiet seit Anfang des Jahres gewesen, hiess es in den Kreisen.

Bei den Kämpfen im türkischen Südosten wurden den Angaben zufolge in Bingöl zwei Soldaten getötet. Nach Angaben des Generalstabs waren in der Region allein in der vergangenen Woche acht Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden.

Massive Offensive

In der Offensive bei Bingöl waren zwischen 7000 und 8000 Soldaten eingesetzt. Weiter südlich in den Grenzprovinzen Sirnak und Hakkari kämpften mindestens 15'000 Soldaten gegen die PKK, hiess es in den Militärkreisen weiter.

Die Armee war im Februar in einer achttägigen Bodenoffensive in den kurdisch dominierten Nordirak vorgedrungen und damit international Sorgen um die regionale Stabilität ausgelöst. Die auch in der EU als Terror-Organisation verbotene PKK kämpft für einen kurdischen Staat.

(bert/sda)

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