Türkische Armee brüskiert Gül erneut
publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2007 / 16:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Aug 2007 / 16:45 Uhr

Istanbul - Zwei Tage nach dem Amtsantritt von Präsident Abdullah Gül hat die türkische Armee erneut ihren neuen Oberbefehlshaber brüskiert. Die Kopftuch tragende Präsidentengattin Hayrünnisa Gül wurde nicht zu einem traditionellen Empfang eingeladen.

Abdullah Gül mit Gattin Hayrünnisa Gül.
Abdullah Gül mit Gattin Hayrünnisa Gül.
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Sie fehlte laut Medienberichten bereits bei einer Militärparade in Ankara, mit welcher an den Sieges der Türkei über griechische Truppen im Jahr 1922 erinnert wurde. Auch die Frau von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, Emine, fehlte.

Beide tragen aus religiöser Überzeugung ein Kopftuch. Viele Militärs sehen darin ein Symbol der Missachtung des laizistischen Staatsystems, wonach Staat und Religion zu trennen sind.

Mehrere Verweigerungen

Seit Güls Wahl zum Präsidenten durch das Parlament am Dienstag verweigerte die Armee ihrem neuen Befehlshaber bei mehreren Gelegenheiten die traditionellen Zeichen des Respekts.

Wie der türkische Sender NTV berichtete, hatten Armeechef Yasar Büyükanit und andere hochrangige Generäle Gül bei der Abschlussfeier einer Militärakademie am Mittwoch nicht wie üblich gegrüsst.

Gül bekräftigt Säkularitiät

Das türkische Militär wirft dem religiös reprägten Gül vor, er wolle die Islamisierung der Türkei fördern.

Der frühere Aussenminister und Mitbegründer der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP hatte jedoch wiederholt erklärt, er wolle unparteiischer Präsident aller Türken werden und bekräftigt, er stehe fest hinter der Trennung von Religion und Staat.

(ht/sda)

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