Türkische Entschuldigung nach einer Woche
publiziert: Mittwoch, 23. Nov 2005 / 20:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Nov 2005 / 08:13 Uhr

Der türkische Verbandspräsident Levent Bicakci hat sich bei einem Treffen in Bern bei SFV-Präsident Ralph Zloczower für die Ereignisse während und nach dem WM-Qualifikationsspiel Türkei - Schweiz in Istanbul entschuldigt.

Die Entschuldigung Bicakcis soll sich auch auf die von türkischer Seite angezettelten Schlägereien im Spielertunnel bezogen haben.
Die Entschuldigung Bicakcis soll sich auch auf die von türkischer Seite angezettelten Schlägereien im Spielertunnel bezogen haben.
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Bicakci hatte noch Ende letzter Woche in der Sendung «Arena» auf SF DRS die Kritik an seiner Person und dem türkischen Verband entschieden zurück gewiesen und die Ursache an der Eskalation im Sükrü-Saracoglu-Stadion in Istanbul vor allem im Verhalten der Schweizer gesehen.

Unklar ist, ob das Treffen in Bern auf Druck der türkischen Regierung oder der FIFA zu Stande gekommen ist, oder ob Bicakci tatsächlich zur Einsicht gelangte und den Besuch bei Zloczower von sich aus gewünscht hat.

Entschuldigung für Fans und Stadionspeaker

Die Entschuldigung Bicakcis soll sich ausdrücklich auf das unfaire Verhalten einiger Fans und vor allem des Stadionspeakers während der Partie sowie auf die von türkischer Seite angezettelten Schlägereien danach im Spielertunnel bezogen haben.

Für die skandalöse Behandlung der Schweizer Delegation am Flughafen nach der Ankunft in der Türkei (die Abfertigung bei der Passkontrolle und der Gepäckausgabe dauerte fast drei Stunden) hatte sich die türkische Verbandsspitze bei den Schweizern schon vor dem WM-Qualifikationsspiel vor Ort entschuldigt.

Schon vor einem Jahr hatte sich der türkische Verbandspräsident Bicakci mit dem SFV auseinander setzen müssen. Er sprach als zuständiger Einzelrichter der UEFA im Juni 2004 bei der EURO in Portugal das erste Urteil in der Spuckaffäre um Alex Frei aus und sperrte den Schweizer Stürmer provisorisch für 15 Tage.

(bert/Si)

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