Türkische Helfer bergen sechs weitere Kinderleichen
publiziert: Samstag, 3. Mai 2003 / 07:51 Uhr

Bingöl - Die Hilfskräfte im türkischen Erdbebengebiet haben in der Nacht weitere sechs Kinderleichen geborgen. Die toten Schüler wurden zur Identifizierung durch ihre Eltern in ein nahes Spital gebracht, berichtete der türkische Fernsehsender Haberturk am Samstagmorgen.

Auf dieser Karte wird deutlich, wie stark erdbebengefährdet die Türkei ist.
Auf dieser Karte wird deutlich, wie stark erdbebengefährdet die Türkei ist.
Weiterführende Links zur Meldung:

Aktuelle seismische Daten
Wenn immer ein Erdbeben auf der Erde geschieht - hier wird es eingetragen.
sdac.hannover.bgr.de/web/sdac/beben/world_year_deu.html

Die Grabungsarbeiten an dem zerstörten Schüler-Wohnheim in Celtiksuyu in der Nähe der Stadt Bingöl gingen die ganze Nacht hindurch weiter; rund 60 Kinder wurden dort seit dem Erdbeben am Donnerstagmorgen tot geborgen, 90 wurden lebend gefunden, etwa 30 werden noch vermisst.

Die Hoffnung, noch weitere der Vermissten retten zu können, sank zusehends. Insgesamt starben bei dem Beben der Stärke 6,4 auf der Richter-Skala mindestens 120 Menschen. Neben dem Wohnheim in Celtiksuyu waren die Innenstadt von Bingöl sowie einige Dörfer in der Nähe betroffen.

(rr/sda)

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