Türkischer Widerstand in der englischen Tableau-Hälfte
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2008 / 07:17 Uhr

Fenerbahce Istanbul kann am Dienstag einen englischen Halbfinal verhindern. Die Türken gehen mit einer 2:1-Reserve ins Rückspiel beim FC Chelsea. In einem weiteren Viertelfinal treffen Liverpool und Arsenal aufeinander.

Rafael Benitez: «Sie spielen mit Besessenheit.»
Rafael Benitez: «Sie spielen mit Besessenheit.»
Zum dritten Mal innert sechs Tagen werden sich der FC Liverpool und Arsenal gegenüberstehen.

Wie bereits das Meisterschafts-Hinspiel im letzten Jahr endeten auch die beiden Duelle in der vergangenen Woche 1:1.

Liverpool geht nach dem Auswärts-Remis mit leichten Vorteilen ins Rückspiel an der Anfield Road.

Der Heimbonus ist allerdings im innerenglischen Duell nicht gleich stark zu gewichten wie sonst im Europacup.

Arsenals Coach Arsène Wenger will in Liverpool auf jeden Fall nicht anders auftreten als zuletzt im Heimstadion: «Wir werden unser Spiel spielen.»

Leistungsträger geschont

Vor den variantenreichen Londoner Angriffen nimmt sich Liverpools Trainer Rafael Benitez in Acht. «Sie spielen mit Besessenheit», schwärmt der Spanier.

«Sie können mit langen Pässe über Fabregas agieren, beherrschen aber auch das Kurzpassspiel.»

Der FC Liverpool besticht derweil durch defensive Stärke sowie den überragenden Steven Gerrard und Fernando Torres, die ein Spiel gleichsam im Alleingang entscheiden können.

Die beiden Leistungsträger wurden am Samstag in der Meisterschaft zusammen mit einigen weiteren Stammkräften geschont.

Durststrecke endlich beenden

Nicht nur weil dem FC Liverpool bereits ein 0:0 zum Weiterkommen reicht, lastet mehr Druck auf Arsenal.

Die «Gunners» haben seit 2005 keinen Titel mehr gewonnen, und nur der erstmalige Gewinn der Champions League kann noch verhindern, dass die Durststrecke um eine weitere Saison verlängert wird.

Die Chance auf den Meistertitel ist spätestens nach dem Remis gegen Liverpool auf ein Minimum gesunken.

Keine Komplexe

Im Halbfinal wartet auf den Sieger des englischen Klassikers entweder Fenerbahce Istanbul oder Chelsea. Was auf dem Papier nach einer klaren Sache für Chelsea aussah, gewann durch den 2:1-Sieg der Türken im Hinspiel deutlich an Brisanz.

Fenerbahces Trainer Zico verlangt von seinen Spielern, dass sie ohne Komplexe auftreten. «Wir wollen wie in Istanbul auf Sieg spielen», verspricht das brasilianische Fussball-Idol.

Zicos Landsmann Deivid, der im Hinspiel ein Eigentor und den Siegtreffer schoss, erinnert daran, dass im Fussball nicht Geld und Namen über Sieg und Niederlage entscheiden: «Wir werden bis zum Tod spielen».

Fast zehn Jahre gewartet

Rund 2500 Türken sind in die englische Hauptstadt gereist. Der Einzug Fenerbahces in den Halbfinal wäre eine Premiere.

Als letzter türkischer Verein gehörte Galatasaray Istanbul 1989 im wichtigsten Europacup zu den vier besten Teams.

«Über Chelsea in den Halbfinal einzuziehen, wäre ein riesiger Erfolg», ist sich Roberto Carlos bewusst. Der Aussenverteidiger wird wegen einer Sprunggelenk-Verletzung wohl nicht von Beginn weg spielen können.

Chelsea bleibt Favorit

Trotz der Niederlage im Hinspiel besitzt der FC Chelsea die besseren Argumente fürs Weiterkommen. In Istanbul hatte das Team von Avram Grant die Partie lange Zeit deutlich dominiert und zahlreiche Torchancen ungenutzt gelassen.

Daheim, wo sie in der Champions League seit 10 und in der Meisterschaft seit 79 Partien ungeschlagen sind, dürften die Londoner noch druckvoller agieren.

Didier Drogba, Michael Ballack und Ricardo Carvalho werden in die Mannschaft zurückkehren, nachdem sie am Samstag gegen Manchester City (2:0) pausieren durften. Weiterhin nicht dabei ist Torhüter Petr Cech.

Der Tscheche musste am Sonntag nach einem Unfall im Training an der Lippe und am Kinn operiert werden. Seit Anfang März war Cech bereits ausgefallen, nun verzögert sich seine Rückkehr weiter; im Tor von Chelsea steht daher gegen Fenerbahce erneut der Italiener Carlo Cudicini.

(rr/Si)

 
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