Turmfalken und Schleiereulen haben zu wenig Junge
publiziert: Donnerstag, 28. Aug 2008 / 12:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Aug 2008 / 12:45 Uhr

Sempach LU - Turmfalken und Schleiereulen haben zu wenig Nachwuchs. Der Grund: Es gibt zu wenig Mäuse. Und der nasse Frühling liess das Gras so hoch und dicht spriessen, dass es den Vögeln das Jagen erschwerte.

Auch den Raubvögeln gehen die «Mäuse» aus.
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Bei den Nistkontrollen habe man vielerorts nur zwei bis drei - statt fünf bis sechs - junge Turmfalken gefunden, teilte die Schweizerische Vogelwarte Sempach mit.

Auch bei den Schleiereulen gab es in diesem Jahr nur wenig Nachwuchs. Die Zahl der Jungeulen lag zu Beginn der Brutsaison deutlich unter dem Durchschnitt. Wegen fehlender Mäuse zögerten aber viele Schleiereulen den Brutbeginn hinaus, so dass einige Bruten Ende August doch noch ausfliegen.

Zu feuchter Frühling

Ausfälle gab es laut Vogelwarte auch bei den Mäusebussarden. Beim Waldkauz legten viele Vögel überhaupt keine Eier. Im Kanton Schaffhausen beispielsweise gab es praktisch keinen Nachwuchs an Waldkäuzen.

Der Grund liegt einerseits beim nassen Frühling. Auf späte Schneefälle im März folgte ein verregneter, kühler April. Zusammen mit der Wärme im Mai wuchs das Gras eher spät, schoss dann aber kräftig in die Höhe.

Erneut regnerisches Wetter anfangs Juni verzögerte das Mähen. Im dichten hohen Gas gelingt Turmfalken und Schleiereueln das Jagen von Kleinsäugern aber nur mit Mühe.

Kommt hinzu, dass sich die Mäuse rar machten. Bei den geringen Mäusebeständen hätten es Greifvögel und Eulen doppelt schwer, in der kritischen Zeit genügend Futter für ihre Jungen zu beschaffen, schreibt die Vogelwarte.

(tri/sda)

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