Anschauliche Werbepartnerschaft
Twitter geht mit Millionen-Deal in Werbeoffensive
publiziert: Dienstag, 23. Apr 2013 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Apr 2013 / 21:16 Uhr
Mit TV-Werbung verschmelzen - Starcom MediaVest als Partner.
Mit TV-Werbung verschmelzen - Starcom MediaVest als Partner.

New York/Berlin - Der Kurznachrichtendienst hat sich mit der Agentur Starcom MediaVest Group (SMG) auf eine anschauliche Werbepartnerschaft verständigt. Der Deal soll laut ersten Informationen mehr als 200 Mio. Dollar wert sein und die Werbeeinnahmen von Twitter deutlich ankurbeln.

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«Das Geschäft ist ein Zeichen, wie wir mit den neuen Anforderungen auf dem Markt umgehen. Das ist die Zukunft», umschreibt Starcom-Managerin Laura Desmond gegenüber der Financial Times (FT) das Abkommen mit Twitter.

Konkret geht es darum, dass künftig Werbeeinschaltungen auf Twitter mit Fernseh-Spots konvergieren. Die Werbeindustrie habe sich lange irrtümlich zwischen Twitter und dem Fernsehmarkt entschieden, betont Twitter-Manager Adam Bain. Der Microblogging-Dienst will verstärkt mit TV-Sendern ins Geschäft kommen. Zuständig dafür ist die Starcom MediaVest. «Die Verschmelzung von Werbeinhalten ist bereits seit einigen Jahren absehbar und demzufolge nur ein logischer Schritt. Im Zuge der Kommerzialisierung ist es aus Sicht von Twitter verständlich, hier in diesem Bereich neue Wege zu suchen», unterstreicht Jörg Eisfeld-Reschke vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien.

SMG zählt zu ihren Kunden grosse Fische wie Wal-Mart, Procter & Gamble, Coca-Cola oder Microsoft. Diese sollen bevorzugte Werbeplätze bei Twitter erhalten und Verbrauchermeinungen über Produkte einholen sowie erweiterte Analysen durchführen können. Starcoms Kunden haben aber keine Exklusivrechte. Das heisst, Twitter kann wie bisher auch Werbungen anderer Firmen schalten. Die einzige Bedingung: Bei 140 Zeichen ist Schluss. Ein Mitgrund für den zustande gekommenen Deal ist vermutlich auch, dass Twitter nun ausgefeilschtere Kampagnen ermöglicht, indem Werbemassnahmen auf die Interessen der Nutzer und deren Verknüpfungen innerhalb des Twitter-Biotops abgestimmt werden können.

Zuschauer auf jedem Kanal erreichen

Laut Informationen der FT werden die TV-Stationen in den USA in wenigen Wochen drei Viertel der pro Jahr zu vergebenen Werbezeit verkaufen. Beobachter sehen in dem Deal ein Signal an die TV-Konzerne, sich mehr für soziale Medien zu öffnen. Twitter erfreut sich immer grösserer Beliebtheit und wächst rasant, also nicht überraschend, dass man auch an dem weltweit wachsenden Werbemarkt mitnaschen möchte. Der Marktforscher eMarketer schätzt, dass sich die Werbeeinnahmen von Twitter in diesem Jahr von 288 auf 583 Millionen Dollar beinahe verdoppeln werden.

Unternehmen sollen künftig über SMG ihre Werbeinhalte auf Twitter platzieren können. Von besonderem Interesse dürften dabei TV-Grossereignisse sein. Mithilfe des dementsprechenden Hashtags ist der Medienrezipient nicht nur TV-Konsument, sondern gleichzeitig Meinungsmacher auf Twitter. Das klassiche Medium wird mit dem sozialen Medium kombiniert. Dadurch wird gleichzeitiges Werben im Fernsehen und auf Twitter für Firmen attraktiver. «Vor einiger Zeit wurden im Fernsehen verstärkt QR-Codes forciert, damit sich die Kunden die URLs nicht merken müssen. Das blieb jedoch ohne nennenswerte Erfolge», so Eisfeld Reschke. Der Experte verweist auf die zunehmende Bedeutung des Hashtags und die bereits bestehende Partnerschaft zwischen Twitter und American Express. Damit sollen Online-Käufe mithilfe der berühmten Raute deutlich vereinfacht werden.

 

(tafi/pte)

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