Geordnete Verkleinerung der Eurozone
UBS prophezeit Euro-Aus in Griechenland
publiziert: Freitag, 21. Sep 2012 / 10:27 Uhr
Währung auf der Kippe.
Währung auf der Kippe.

Zürich - Für die Grossbank UBS rückt ein baldiges Ausscheiden von Hellas aus der Euro-Zone näher: «Unser Basisszenario geht davon aus, dass Griechenland nächstes Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent austreten wird», sagte UBS-Chefökonom Daniel Kalt.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
7 Meldungen im Zusammenhang
Grund seien die hohen Schulden. Griechenland hänge am Tropf der Europäer, die jedes Quartal wieder Geld zuschiessen müssten, sagte Kalt in einem Interview mit der «Basler Zeitung» vom Freitag. Der Schuldenschnitt, der die privaten Gläubiger zur Kasse gebeten habe, habe die Schuldenquote Griechenlands gerade mal um 8 Prozent reduziert.

Sie liege aber immer noch bei mehr als 150 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). «Das Problem ist noch lange nicht gelöst, es geht weiter», sagte Kalt.

Die Troika-Experten aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hätten jeweils beide Augen zudrücken müssen, damit weiterhin Geld nach Athen geflossen sei. «Das wird nicht mehr so lange weitergehen», sagte Kalt.

Verkleinerung der Euro-Zone

Bei einem Ausscheiden Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung entstünde erneut Druck auf den Franken. «Das kann dann dazu führen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) - wie schon in diesem Frühjahr - für mehrere zehn Milliarden Euro kaufen muss», sagte Kalt.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenbruch der Währungsunion sei aber minim. Wahrscheinlicher sei, dass der Euro-Raum über fünf oder zehn Jahre hinweg geordnet verkleinert werde.

«Man nimmt zum Beispiel Portugal raus, dann später Spanien und so weiter. Wenn es geordnet abläuft, ohne grössere Verwerfungen, kann es sein, dass ein Rest-Euro, bestehend aus den Kernländern übrig bleibt», sagte Kalt. Dies könnte durchaus ein starke Währung sein.

Der UBS-Chefökonom warnte Schweizer Firmen vor Produktionsverlagerungen nach Deutschland. Zwar scheine Deutschland attraktiv, weil der Euro so schwach sei. Wenn aber der Euro gesunde oder Deutschland wieder die D-Mark bekomme, finde dort eine dramatische Aufwertung statt. Die Kostenvorteile wären damit dahin.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Ein Abschied Griechenlands vom Euro könnte einer Studie zufolge eine globale Wirtschaftskrise auslösen. Sollten ... mehr lesen 7
Der Euro-Austritt hätte für Griechenland fatale Auswirkungen.
Athen - Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras und Ministerpräsident Antonis Samaras haben sich offenbar auf ... mehr lesen
Ministerpräsident Antonis Samaras.
Brüssel/Athen - Die Griechenland-Rettung ist ins Stocken geraten: Nachdem sich die griechische Regierung in Athen noch immer nicht auf das neue Sparprogramm einigen konnte, unterbrechen die internationalen Schuldenkontrolleure jetzt ihre Arbeit. mehr lesen 
In Griechenland ist man sich über ein Sparpaket nicht einig.
Athen - Die griechische Regierungskoalition hat am Donnerstag keine Einigung über ein Sparpaket erzielen können. Dieses ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Nikosia - Die Euro-Gruppe lässt Athen noch einen Monat zappeln. Doch ist die Rettung Griechenlands am Freitag einen ... mehr lesen
Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF)
Laut Pierre Moscovici gibt es keinen Plan B. (Archivbild)
Laut Pierre Moscovici gibt es keinen Plan B. ...
Langes Wochenende  Brüssel/Athen - Das gesamte lange Wochenende einschliesslich des 1. Mai wollen Vertreter Griechenlands und seiner Geldgeber über das griechische Reformpaket beraten. In Athen wird mit Hochdruck über die Massnahmen beraten. 
Athen plant Amnestie für Steuersünder Bern/Athen - Die griechische Regierung bereitet eine Amnestie für Steuerflüchtlinge vor. Das hat der griechische ...
Yanis Varoufakis, griechischer Finanzminister.
Im Restaurant  Athen - Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist bei einem Essen mit seiner Ehefrau in einem Restaurant in Athen von Anarchisten angegriffen worden. Maskierte attackierten das Paar am Vorabend im Stadtteil Exarchia.  
Parlament gibt grünes Licht für ERT  Athen - Das griechische Parlament hat die Wiederöffnung des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ERT beschlossen. Das Gesetz ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    Dass... in KSA seit Jahrzehnten genau der Islam so ausgelegt und praktiziert ... gestern 12:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    Der... Daesh (IS) ist ein amorphes Gebilde, er verschwindet und erscheint in ... gestern 10:56
  • Magnolia aus Trier 1
    Spenden-Spenden? Wirklich sehr gut und genau was wir auch denken- obwohl auch wir eine ... gestern 08:36
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    Boko Haram... möchte den Norden Nigerias abtrennen und einen eigenen Staat errichten. ... Do, 30.04.15 12:00
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    Israel... hat knapp 8,5 Millionen Einwohner. Israel bekämpft weiterhin alle ... Do, 30.04.15 10:57
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    In... KSA brodelt es unter der Oberfläche. Immer mehr sind unzufrieden und ... Mi, 29.04.15 12:05
  • Bogoljubow aus Zug 347
    wetten dass Zombie 1969 auch dazu einen geistreichen Kommentar abgibt. Mi, 29.04.15 10:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2976
    Die... Logik der Demonstranten: Man demonstriert gegen den (möglicherweise) ... Mi, 29.04.15 09:59
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 9°C 16°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 10°C 16°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 12°C 18°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 12°C 20°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 12°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 13°C 21°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 13°C 20°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten