UEFA-Cup-Final als Heimspiel
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 08:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 09:33 Uhr

ZSKA Moskau versucht heute den ersten Europacup für Russland zu gewinnen. Favorit im UEFA-Cup-Final ist aber Sporting Lissabon, das daheim im Stadion José Alvalade antreten kann.

Sportings Trainer José Peseiro will von einem entscheidenden Vorteil nichts wissen.
Sportings Trainer José Peseiro will von einem entscheidenden Vorteil nichts wissen.
Bisher gelang es vier Vereinen, den letzten Schritt zum Europacup-Sieg in der eigenen Arena zu machen. 1957 sicherte sich Real Madrid im Bernabeu den Meistercup, acht Jahre später war Inter Mailand im gleichen Wettbewerb im Giuseppe Meazza siegreich. In näherer Vergangenheit profitierten Barcelona (1982 im Cup der Cupsieger) und Feyenoord Rotterdam (2002 im UEFA-Cup) im Final vom Heimvorteil.

Von den 52 000 Plätzen im Stadion Alvalade wird die grosse Mehrheit von Sporting-Anhängern besetzt sein. Nur 2000 Fans aus der russischen Hauptstadt reisten nach Lissabon. Sportings Trainer José Peseiro will von einem entscheidenden Vorteil aber nichts wissen und erinnert an den Final der Europameisterschaft 2004. "Damals spielte Portugal zuhause, war Favorit und verlor dennoch gegen Griechenland", warnte der einstige Trainerassistent bei Real Madrid.

Rollen klar verteilt

Allen vorsichtigen Parolen zum Trotz ist sich Peseiro bewusst, dass die Rollen klar verteilt sind: "Es wird ein Spiel zwischen einer Mannschaft, die nichts zu verlieren hat, und einer, die alles zu gewinnen hat." Nach der 0:1-Niederlage am letzten Samstag gegen den Lokalrivalen Benfica, welche die letzten Titelträume begrub, ist der Druck auf Sporting weiter angewachsen. "Wir stehen genau zwischen einem Traum und einem Albtraum", resümierte Peseiro.

Unterstützung erhält das aktuelle Kader des 18-fachen Meisters von 13 Spielern der Sporting-Mannschaft aus dem Jahr 1964, die dank einem 1:0 gegen MTK Budapest im Final des Cupsieger-Cups Sporting die bisher einzige Europacup-Trophäe bescherte. Designierter Nachfolger des damaligen Torschützen Joao Morais ist der Brasilianer Liedson. Der 27-jährige Stürmer schoss im UEFA-Cup bereits neun Tore und führt die Torschützenliste der portugiesischen Meisterschaft an.

Optimistischer Aussenseiter

Obwohl wenig für ZSKA Moskau spricht, geben sich die Russen betont optimistisch. "Wir sind bereit für den Final gegen Sporting, auch wenn es im eigenen Stadion spielen kann", meinte Waleri Gassajew. Der ZSKA-Coach könnte russische Fussballgeschichte schreiben.

Nur einmal stand ein Team aus dem flächenmässig grössten Land der Welt in einem Europacup-Final. 1972 verlor Dynamo Moskau im Cup der Cupsieger gegen die Glasgow Rangers. In die Siegerliste der europäischen Wettbewerbe konnten sich aus der ehemaligen Sowjetunion mit Dynamo Kiew und Dynamo Tiflis nur ein ukrainisches respektive ein georgisches Team eintragen.

Öl-Sponsor

Unter anderem mit Geld von Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch soll dies geändert werden. Der Milliardär unterstützt über sein Öl-Unternehmen Sibneft, das als Sponsor auftritt, den früheren Verein der Roten Armee mit rund 15 Millionen Euro jährlich. Nicht zuletzt deshalb kann sich ZSKA die hervorragenden Brasilianer Vagner Love und Daniel Carvalho und zahlreiche russische Internationale leisten.

In den bisherigen Begegnungen auf portugiesischem Boden schlugen sich die Moskauer ausgezeichnet. Sowohl der FC Porto in der Champions-League-Vorrunde (0:0) als auch Benfica Lissabon (1:1) in der 3. UEFA-Cup-Runde mussten sich in dieser Saison mit Remis begnügen.

(bert/Si)

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