UEFA-Präsident Platini warnt vor Finanzkollaps
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2009 / 20:53 Uhr

UEFA-Präsident Michel Platini hat vor EU-Parlamentariern in Brüssel vor dem finanziellen Kollaps im europäischen Fussball gewarnt.

Platini hat vor EU-Parlamentariern vor dem finanziellen Kollaps im europäischen Fussball gewarnt.
Platini hat vor EU-Parlamentariern vor dem finanziellen Kollaps im europäischen Fussball gewarnt.
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Der Franzose sprach von der «mittelfristigen Gefahr einer Implosion».

«Wir befassen uns zurzeit mit der Idee, die Klubausgaben für Löhne und Ablösesummen zu begrenzen», sagte Platini. Dem einstigen Mittelfeldstar schwebt die Einführung des im US-Profisport etablierten «Salary Cap» (beschränkte Gesamtlohnsumme) vor.

«Unsere amerikanischen Freunde wissen seit Jahrzehnten, dass der sportliche Wettbewerb nur dann attraktiv ist, wenn er Chancengleichheit bietet und keine Mannschaft die ultimative 'Waffe' besitzt.» Angeblich sollen künftig nur zwischen 46 und 63 Prozent der Klubbudgets für Gehälter und Transfers ausgegeben werden.

Spiegelbild der Wirtschaft

«Seit 15 oder 20 Jahren hören wir stets, der Markt reguliere sich selbst. Wir wissen aber jetzt, dass das nicht stimmt. Der Fussball ist ein Spiegelbild der Wirtschaft. Der Markt ist nicht imstande, seine Auswüchse zu korrigieren. Dies hat nicht der UEFA-Präsident gesagt, das war Barack Obama», so Platini.

Gerade im Bezug auf finanzielle Obergrenzen gehen die Meinungen in Europa aber weit auseinander. Die 137 Teams starke Klub-Vereinigung (ECA) unter dem Vorsitz von Bayern Münchens Präsident Karl-Heinz Rummenigge hatte sich erst vor Wochenfrist gegen den «Salary Cap» ausgesprochen.

Platini sprach vor den EU-Parlamentariern auch die 110-Millionen-Euro-Offerte von Manchester City für Milans Regisseur Kaka vor wenigen Wochen an. «Ist es moralisch akzeptabel, für einen einzelnen Spieler eine solche Summe zu bieten?», fragte die einstige Nummer 10 der «Equipe tricolore».

Kinderhandel

Und für seine im Zusammenhang mit dem Transfer junger Spieler gemachte Bemerkung, «Einen Jungen über den Ozean zu holen, um ihn gegen einen Ball treten zu lassen, nenne ich Kinderhandel», erntete Platini lauten Beifall der Politiker.

Ausserdem stellte sich Platini gegen das neue, von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausgearbeitete Meldesystem, wonach Sportler 365 Tage im Jahr für Dopingtests zur Verfügung stehen und ihre Aufenthaltsorte drei Monate im Voraus melden müssen. In ihren Ferien sollten die Profis nicht den Meldeauflagen unterliegen, forderte Platini.

Michel D'Hooge, der Präsident der medizinischen Kommission der FIFA, verglich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP einige Regeln des Meldesystems sogar mit der «Inquisition». Weniger als 0,1 Prozent der Proben seien positiv: «Von 150'000 vorgenommenen Dopingkontrollen im weltweiten Sport betreffen 30'000 den Fussball», sagte D'Hooge.

(smw/Si)

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