Nahost
UN-Hilfskonvois in Gazastreifen angelangt
publiziert: Donnerstag, 28. Aug 2014 / 06:37 Uhr
Hilfskonvoi WFP Gaza 2014
Hilfskonvoi WFP Gaza 2014

Gaza - Nach der Einigung auf eine unbefristete Waffenruhe sind erste Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen eingetroffen. Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) schickte nach eigenen Angaben am Mittwoch 18 Lastwagen mit Lebensmitteln über die ägyptische Grenze.

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Weitere Hilfen kamen aus Saudi-Arabien, Oman und der Türkei. Die gelieferten UN-Hilfspakete reichen nach WFP-Angaben für 150'000 Menschen für fünf Tage.

Ein zweiter Konvoi soll demnach in den kommenden Tagen das seit Jahren abgeriegelte Küstengebiet erreichen, dessen Infrastruktur bei den wochenlangen israelischen Luftangriffen schwer beschädigt wurde. Laut UN-Welternährungsprogramm war es das erste Mal seit dem Beginn der israelischen Blockade des Gazastreifens im Jahr 2007, dass ein WFP-Konvoi über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen rollte.

Zweiter Konvoi hat Grenze passiert

Ein Vertreter des Grenzschutzes in Rafah sagte, dass ein Konvoi mit 150 Tonnen Medikamenten und medizinischer Ausrüstung aus Saudi-Arabien die Grenze passiert habe. Ein zweiter Konvoi habe vom Golfstaat Oman gestiftete Medikamente transportiert. Dem Grenzbeamten zufolge gelangten auch humanitäre Hilfen aus der Türkei in den Gazastreifen.

Die am Dienstag verkündete Waffenruhe erwies sich indes vorerst als belastbar. Das Abkommen, das unter ägyptischer Vermittlung zustande kam, sieht unter anderem eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens vor.

Grenzübergänge zu Israel sollen geöffnet werden

Nach palästinensischen Angaben sollen die Grenzübergänge zu Israel wie vereinbart ab Donnerstag wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen. Zudem sollen demnach Vertreter beider Seiten zusammentreffen, um über eine Lockerung der Restriktionen am südlich gelegenen Grenzübergang Kerem Schalom zu verhandeln.

In dem siebenwöchigen Konflikt waren 2143 Palästinenser getötet worden, darunter nach UN-Angaben fast 500 Kinder. Auf israelischer Seite wurden in den vergangenen Wochen 64 Soldaten, fünf israelische Zivilisten und ein thailändischer Landarbeiter getötet.

 

(jz/sda)

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Auch von den UN war bisher nicht zu hören, dass man Hamas zur Beendigung ihrer Charta bezüglich der Zukunft Israels aufforderte. Eine dritte Intifada zum gegenwärtigen Zeitpunkt entspricht der Logik von Hamas. So viele zivile Opfer produzieren wie möglich. Ob sich die Palästinenser damit einen Gefallen tun, darf bezweifelt werden.
Die bisherig Solidarität Europas für die Palästinenser scheint im Abnehmen zu sein, was auch mit den antisemitischen Auschreitungen in Europa der vergangenen Wochen zusammenhängt. Bei diesen Ausschreitungen wurde dazu noch klar, dass sich der Protest und Hass nicht nur gegen Israel richtet.
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