UN-Resolution gegen Iran wird vorbereitet
publiziert: Dienstag, 24. Okt 2006 / 08:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Okt 2006 / 09:19 Uhr

New York - Im Atomstreit mit Iran streben die Europäer gezielte Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates gegen die Regierung in Teheran an.

China und Russland sollen unbedingt bei der Resolution mit eingebunden werden.
China und Russland sollen unbedingt bei der Resolution mit eingebunden werden.
1 Meldung im Zusammenhang
Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen in New York könnte ein erster Entwurf bis zum Dienstag an Russland und China gehen. Frankreich, Grossbritannien und Deutschland, das dem Sicherheitsrat nicht angehört, arbeiten mit Hochdruck an einer Resolution, die Strafmassnahmen gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffenmaterial vorsieht.

Die USA waren in die bisherigen Gespräche eingebunden, sie dringen jedoch auf eine schärfere Tonart. Wie bei der UNO-Resolution gegen Nordkorea rechnen Diplomaten mit harten und langwierigen Verhandlungen.

Verabschiedung kaum vor Mitte November

Die Verabschiedung werde kaum vor Mitte November möglich sein, hiess es am Montag. Der Sicherheitsrat hatte dem Iran Sanktionen angedroht, weil das Land ein Ultimatum zum Stopp seiner umstrittenen Urananreicherung am 31. August unbeachtet verstreichen liess.

Die jetzt geplanten Strafmassnahmen sollen nach dem Willen der Europäer moderater sein als die Sanktionen, die nach dem nordkoreanischen Atomtest gegen das Regime in Pjöngjang verhängt wurden. «Wir können den Iran nicht so behandeln, als würden sie schon die Atombombe basteln», hiess es.

Einstimmige Entscheidung wichtig

Wichtig sei vor allem, China und Russland mit ins Boot zu holen und damit eine einstimmige Entscheidung im Sicherheitsrat zu erreichen. «Das wäre ein deutliches Signal.» Gegen Nordkorea hatte der Weltsicherheitsrat unter anderem ein Handelsembargo für Waffen, Luxusgüter und alle Waren, die dem Atomwaffenprogramm des Landes dienen könnten, beschlossen.

China und Russland, die wie Grossbritannien, Frankreich und die USA zu den fünf Vetomächten gehören, haben Sanktionen gegen den Iran bisher abgelehnt. Die EU-Aussenminister hatten dagegen in der vergangenen Woche erklärt, angesichts der fortgesetzten Urananreicherung im Iran habe die EU keine andere Wahl, als die Beratungen über UNO-Sanktionen zu unterstützen.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Der Leiter der ... mehr lesen
Mohamed ElBaradei fordert, die Gespräche nicht einschlafen zu lassen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter Diktator: Kim Jong-un.
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter ...
Achtens Asien Kim Jong-un ist ein Meister der Propaganda und (Selbst)Inszenierung. Nach vier Jahren an der Macht liess er sich nun am VII. Kongress der Koreanischen Arbeiterpartei zum Vorsitzenden krönen. mehr lesen  
Mehr Qualität und Quantität  Seoul - Nordkorea will seine Atomwaffenkapazitäten weiter ausbauen. Dies betreffe sowohl die Qualität als auch die Quantität der Waffen, ... mehr lesen  
Beseitigung von «Hindernissen»  Teheran - Der Iran und die EU wollen «Hindernisse» bei der Umsetzung des Atomabkommens beseitigen, von dem sich Teheran «spürbare» ... mehr lesen  
Brief an UNO  New York - Mehrere westliche Staaten haben die jüngsten iranischen Raketentests in einem ... mehr lesen  
Die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien rufen den rat auf Massnahmen zu ergreifen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 17°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 16°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 16°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 18°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 18°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 22°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten