Lösung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise?
UNHCR fordert frühzeitige Integration von Migranten
publiziert: Samstag, 9. Jan 2016 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 9. Jan 2016 / 08:23 Uhr
Der UNHCR plädiere für ein gesamteuropäisches Verteilsystem nach Kriterien wie Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft.
Der UNHCR plädiere für ein gesamteuropäisches Verteilsystem nach Kriterien wie Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft.

Frankfurt/Main - Das UNO-Flüchtlingshilfswerk hat als Konsequenz aus den Kölner Übergriffen eine frühzeitige Integration neu ankommender Flüchtlinge gefordert. Die Berichte über die Silvesternacht in Köln seien erschreckend, sagte die deutsche UNHCR-Vertreterin Katharina Lumpp.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Ereignisse verdeutlichten, dass ohne ausreichende Integration sozial abgehängte Gruppen und Parallelgesellschaften entstünden, sagte Lumpp der «Frankfurter Rundschau» vom Samstag. Zunächst komme es auf eine schnelle Antwort des Rechtsstaates und umfassende Aufklärung an. Das schulde man den Opfern. «Aber es liegt auch im Interesse der vielen unbescholtenen Schutzsuchenden, die es nicht verdient haben, unter Generalverdacht gestellt zu werden.»

Der Schlüssel für gute wirtschaftliche und soziale Integration sei dabei, «dass die Flüchtlinge sich schnell selbst versorgen und vor allem die Kinder und Jugendlichen Zugang zu Bildung haben», sagte die neue Vertreterin des UNHCR Deutschland weiter. Sie begrüsste, dass die Bundesregierung für die neu Angekommenen frühe Integration ermöglichen wolle, insbesondere durch Spracherwerb und schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Schulbildung für die Kinder.

Dabei schliesse gute Integration in einem Aufnahmeland eine spätere Rückkehr nicht aus, sagte Lumpp. «Sie befördert sie sogar, weil sie auch in der Heimat einen Neustart erleichtert.»

Nur eine europäische Lösung

Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise könne nur eine europäische Lösung beitragen, sagte Lumpp. Europa müsse das Thema endlich als gemeinschaftliche Aufgabe sehen. «Zurzeit zeigt sich ja, dass die Rückkehr zu Grenzkontrollen in einigen Ländern nur bewirkt, dass Schutzsuchende in anderen benachbarten Ländern ankommen.» Der UNHCR plädiere für ein gesamteuropäisches Verteilsystem nach Kriterien wie Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft.

Wie sich die zuletzt gesunkenen Flüchtlingszahlen nach dem Winter entwickeln werden, hänge vor allem von der Syrien-Konferenz im Februar in London ab, sagte die UNHCR-Vertreterin. Humanitäre, aber auch langfristige Hilfe für die Erstaufnahmeländer und für die Flüchtlinge vor Ort müssten finanziell gesichert sein. Nur so könne die Situation in den Erstaufnahmeländern stabilisiert werden.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
München - Die syrische Opposition hat die in München verabredete Feuerpause für das Bürgerkriegsland vorsichtig begrüsst, sich zugleich aber skeptisch gezeigt. ... mehr lesen
Köln - Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers muss nach massiver Kritik im Zusammenhang mit dem Einsatz ... mehr lesen 2
Die Polizei steht unter Beschuss. (Symbolbild)
Berlin - Der Kölner Polizeipräsident ... mehr lesen 1
Berlin - Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln haben die Ermittler bisher 16 Verdächtige ausgemacht. Dies ... mehr lesen 3
Bei etwa drei Viertel der angezeigten Taten hätten die Opfer angegeben, sexuell bedrängt worden zu sein.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die...
"Refugees welcome"-Euphorie scheint europaweit stark abzunehmen. Es dringen immer mehr Illegale ein. Die freiwilligen Helfer nehmen zahlenmässig rapide ab. Willkommensgruppen an Bahnhöfen und Grenzübergängen sind nicht mehr auszumachen, und die Anpeitscher aus den politischen Hippie-Lagern sind wie vom Erdboden verschluckt. Die Politik macht aber unbeirrt weiter und quatscht unbeholfen "Refugees welcome".
Die einstige Euphorie ist verflogen. Der Unmut in der Bevölkerung nimmt zu und die genannten Willkommensgruppen haben kein gutes Bild mehr bei den richtig arbeitenden Menschen.
Nicht zuletzt aufgrund der angestiegenen Kriminalität und den Ausschreitungen in den "Flüchtlings"-Lagern. In den sozialen Netzwerken finden sich zunehmend Videos und Bilder von der harten Realität.
Die Diskrepanz zwischen Propaganda und der Realität der Menschen ist mehr als deutlich. Und auch im zwischenmenschlichen Umfeld deckt sich die Meinung nicht mit dem, was die Politik und Wohlfahrtsverbände versuchen, den Menschen zu verkaufen.
Sind "Flüchtlinge" doch nicht mehr so willkommen?
Oder: "Refugees welcome" – Game over!
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan Interntional ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für ...
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. 
Die italienische Marine hat 130 Flüchtlinge gerettet.
Dutzende Flüchtlinge vermisst Rom - Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind dutzende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine barg nach eigenen ... 2
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ...  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Weltweit mussten im vergangenen Jahr rund 8,6 Millionen Menschen innerhalb des eigenen Landes fliehen. (Symbolbild)
Binnenflüchtlinge vor allem im Nahen Osten London - Fast 41 Millionen Menschen sind weltweit vor Krieg und Gewalt im eigenen Land auf der Flucht. Alleine im vergangenen ... 1
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 12°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 10°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 11°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 11°C 19°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 10°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 14°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten