UNIA bezichtigt Fiat-Chef des Lohndumpings
publiziert: Mittwoch, 16. Aug 2006 / 12:48 Uhr

Blonay - Die Gewerkschaft UNIA bezichtigt den Fiat-Chef Sergio Marchionne des Lohndumpings. Diesen Sommer habe Marchionne auf seinem Grundstück im waadtländischen Blonay italienische Landschaftsgärtner für einen Drittel der Mindestlöhne arbeiten lassen.

Fiat-Chef Sergio Marchionne beschäftigte billige italienische Gärtner auf seinem Grundstück.
Fiat-Chef Sergio Marchionne beschäftigte billige italienische Gärtner auf seinem Grundstück.
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Diese Dumpinglöhne habe man bei einer Baustellenbesichtigung festgestellt, teilte die UNIA mit. Die sechs Arbeiter hätten während mehrerer Wochen auf dem Grundstück des mehrfachen Verwaltungsrats von Schweizer Top-Firmen und früheren Lonza-Chefs gearbeitet. Ihr Lohn: etwa 7 Franken pro Stunde. «Sergio Marchionne hat so etwa 30 000 Franken gespart», kritisiert die UNIA.

Nach dem Baustellenbesuch habe man Marchionne und den Arbeitgeber der Landschaftsgärtner gebeten, die Sache in Ordnung zu bringen. «Auf ihren Wunsch haben wir ihnen eine Zahlungsfrist bis zum 31. Juli eingeräumt. Bezahlt wurde aber nichts», sagte UNIA-Sekretär Aldo Ferrari auf Anfrage.

Die italienischen Arbeiter sind deshalb nach Como zurückgereist, ohne richtig bezahlt worden zu sein. Die Waadtländer Behörden seien über den Fall informiert worden.

Die paritätische Kommission hat der italienischen Firma, die ihre Leute in die Waadt geschickt hatte, geschrieben und die Arbeitszeit- und Lohnabrechnungen eingefordert. Die Firma riskiert eine Busse oder gar ein Verbot, hierzulande Aufträge zu übernehmen.

Lohndumping auf Schumis Baustelle

Bereits vor einem Jahr war in der Waadt ein Promi von der UNIA wegen Lohndumping denunziert worden. Die Baufirmen, die in Givrins für den mehrfachen Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher eine Villa baute, hatten Billigst-Arbeitskräfte angestellt.

Diese Fälle zeigten, dass die Kontrollen seit der Einführung der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU äusserst wichtig seien, sagte Ferrari. Bei 90 Prozent der Kontrollen würden Unregelmässigkeiten festgestellt.

(fest/sda)

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