UNO: 850 Millionen Menschen unterernährt
publiziert: Montag, 16. Okt 2006 / 14:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Okt 2006 / 17:21 Uhr

Rom - Die UNO hat zum Kampf gegen Unterernährung und Hunger in der Dritten Welt zu mehr Investitionen im Agrarsektor aufgerufen.

FAO-Generalsekretär Jacques Diouf.
FAO-Generalsekretär Jacques Diouf.
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Die UNO hat zum Kampf gegen Unterernährung und Hunger in der Dritten Welt zu mehr Investitionen im Agrarsektor aufgerufen. Zugleich müssten die Industriestaaten ihre Handelsschranken gegen den Import von Agrarprodukten aus dem Süden abbauen.

Dies forderte der Generalsekretär der Organisation für Landwirtschaft und «Ernährung (FAO), Jacques Diouf, in Rom anlässlich des Welternährungstages. Ohne einen solchen Schritt lasse sich das Ziel der UNO, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, nicht erreichen.

Erde bietet genügend Nahrung

Trotz mancher Erfolge in den vergangenen Jahren litten weltweit noch immer 850 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung, vor allem in Afrika und Asien. Diouf betonte: »Es gibt genügend Nahrung, um jeden Menschen auf der Erde zu ernähren.« Das Ziel der Halbierung der Zahl der Hungernden bezeichnete er als »die grösste Herausforderung« der UNO.

Der Schlüssel zu mehr Produktion in der Landwirtschaft der Entwicklungsländer seien mehr staatliche und private Investitionen. »Die landwirtschaftliche Entwicklung ist der erste Schritt zu einer sich selbst tragenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Dritten Welt.«

Konstante Zahl

Allein die UNO hätten in den vergangenen 40 Jahren rund 80 Milliarden Dollar in Agrarprojekte in 165 Ländern investiert. Aber viel müsse noch getan werden, sagte der FAO-Generalsekretär.

Experten verweisen darauf, dass die Zahl der Hungernden von mehr als 800 Millionen Menschen bereits seit über 20 Jahren konstant bleibt. Allerdings sei die Bevölkerung in dieser Zeit vor allem in den Entwicklungsländern erheblich gewachsen.

Korruption als Ursache

Als Hauptursachen des Hungers gelten Armut, Missachtung der Landwirtschaft durch korrupte Dritte-Welt-Regierungen sowie Kriege und Bürgerkriege in vielen Hungerländern.

(ht/sda)

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