UNO-Bericht bestätigt Kriegsverbrechen der sudanesischen Regierung
publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 16:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Mai 2004 / 17:21 Uhr

Genf - Regierungstruppen und regierungsgestützte Milizen haben in der west-sudanesischen Region Darfur zahlreiche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Wie die UNO in einem Bericht schreibt, lebt Darfur unter einem Terrorregime.

Die UNO zeigte sich besorgt über die andauernden humanitären Probleme in der Region.
Die UNO zeigte sich besorgt über die andauernden humanitären Probleme in der Region.
Der Bericht der Expertengruppe, die am Montag nach einem sechstägigen Aufenthalt in Darfur nach Genf zurückgekehrt war, dokumentiert massive Menschenrechtsverletzungen. Die Gruppe war beauftragt, Berichte von Übergiffen regierungsgestützter Milizen auf die Bevölkerung zu prüfen.

Die Experten bestätigen, dass die Zivilbevölkerung vor allem wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit angegriffen wird. Sie verurteilen die wiederholten Gewalttaten und Luftangriffe der Regierungstruppen und der regierungsgestützten Milizen gegen unbewaffnete Zivilisten.

Die Bevölkerung werde von den Milizen unbestraft terrorisiert durch Vergewaltigungen, Ermordungen, Plünderungen, Brandschatzungen und Vertreibungen. Die UNO zeigte sich besorgt über die andauernden humanitären Probleme in der Region.

Wegen der schweren Erreichbarkeit von Darfur werde die Lage der Flüchtlinge immer untragbarer, vor allem, wenn der Waffenstillstand nicht von allen respektiert werde.

Der Rapport soll vom Hochkommissar für Menschenrechte, Betrand Ramcharan, dem UNO-Sicherheitsrat übergeben werden. Der Hochkommissar ruft die sudanesische Regierung auf, die Gewalttaten der Milizen öffentlich zu verurteilen. Ausserdem sollen die Milizen sofort entwaffnet und ihre Verbände aufgelöst werden.

Eine unabhängige internationale Kommission soll die Menschenrechtsverletzungen untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht stellen. Der Hochkommissar verlangt schliesslich von der Regierung, den Hilfsorganisationen unbeschränkten Zugang nach Darfur zu gewähren.

Seit Februar 2003 wurden bei den Kämpfen zwischen Regierungsmilizen und Oppositionsgruppen in Darfur mindestens 10 000 Menschen getötet. Nach UNO-Schätzungen wurde eine Million Menschen vertrieben. 100 000 Flüchtlinge halten sich in Tschad auf.

(bsk/sda)

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