UNO-Blauhelme töten Angreifer in Kongo
publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 21:04 Uhr

Kigali - UNO-Blauhelmsoldaten haben im Nordosten Kongos mindestens zehn Milizionäre der Lendu-Volksgruppe getötet. Zahlreiche weitere Kämpfer seien verletzt worden, als sich UNO-Soldaten nach einem Überfall der Milizionäre zur Wehr setzten.

UNO-Friedenstruppen in Kongo.
UNO-Friedenstruppen in Kongo.
Zu dem Feuergefecht sei es gekommen, als die UNO-Soldaten auf einer routinemässigen Patrouillenfahrt rund 20 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt von Ituri, Bunia, in einen Hinterhalt der Miliz geraten seien.

Die Soldaten hätten daraufhin Unterstützung unter anderem durch Kampfhelikopter erhalten, sagte der Sprecher der MONUC-Mission, Léo Salmeron, in Kigali.

Ein MONUC-Kontingent hatte im vergangenen September in Bunia von einer EU-Truppe unter französischer Führung die Verantwortung für die Sicherheit übernommen.

In der Provinz wurden seit 1999 rund 50 000 Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen der Lendu und Hema getötet; etwa eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht.

(bsk/sda)

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