UNO-Delegation stösst im Kosovo auf WiderstandOrahovac - Im Kosovo haben mehrere hundert aufgebrachte Serben gegen den Besuch einer UNO-Delegation in ihrem Ort demonstriert. Sie sprachen sich gegen die vom Westen befürwortete Loslösung der Provinz von Serbien aus.
(fest/sda)

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Die Mehrheit in Orahovac wie im Kosovo allgemein sind Albaner, Serben die grösste Minderheit.
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Die 15 Botschafter der UNO-Sicherheitsratsmitglieder brachen ihren Besuch im serbischen Viertel Orahovacs daraufhin trotz Polizeischutzes ab. Die Visite, die von den Albaner im Ort begrüsst worden war, war Teil einer zweitägigen Rundreise durch das Kosovo.
Die Gesandten wollten sich vor einer Entscheidung über den künftigen Status der Provinz aus erster Hand über die Situation vor Ort informieren. Serbien sowie die serbische Minderheit im Kosovo lehnen eine Unabhängigkeit der zu 90 Prozent von Albanern bewohnten Region strikt ab.
Der finnische UNO-Vermittler Martti Ahtisaari hatte dem Sicherheitsrat im März seinen Plan für eine eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovo unter Aufsicht der EU vorgelegt. In dem UNO-Gremium zeichnet sich ein zähes Ringen um den endgültigen Status der Provinz ab, weil die mit Serbien verbündete Vetomacht Russland dem Ahtisaari-Plan skeptisch gegenübersteht.
Das Kosovo steht seit 1999 unter Verwaltung der Vereinten Nationen. Vorausgegangen war ein Nato-Luftkrieg gegen serbische Truppen, um Vertreibungen von Kosovo-Albanern aus der Provinz zu stoppen.
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