UNO: Ein Werkzeug zur Einschüchterung?
publiziert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 07:41 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 11:41 Uhr

Washington - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dem Westen vorgeworfen, seinem Land über die Vereinten Nationen (UNO) das Recht auf eine friedliche Nutzung von Atomenergie verwehren zu wollen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
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Der UNO-Sicherheitsrat werde von der westlichen Gemeinschaft als Instrument der Bedrohung und Nötigung eingesetzt und dies sei Anlass zu grosser Sorge, sagte Ahmadinedschad am Dienstag in New York vor der UNO-Vollversammlung.

Die USA, Grossbritannien und andere würden selbst von Atomenergie und dem Brennstoffkreislauf profitieren. «Einige von ihnen haben die Atomenergie letztlich nicht-friedlich eingesetzt, etwa für den Bau von Atombomben», sagte er. Einige haben sie sogar gegen Menschen eingesetzt, ergänzte er.

Streben nach diplomatischer Lösung

US-Präsident George W. Bush hatte in seiner Rede Teheran zuvor aufgefordert, das Streben nach Atomwaffen aufzugeben. Er bezeichnete die Führung des Landes als grösstes Hindernis auf dem Weg der iranischen Bevölkerung zu einer besseren Zukunft. Zugleich versicherte Bush, die USA strebten weiter eine diplomatische Lösung an.

Auch der französische Präsident Jacques Chirac wiederholte in seiner Rede, dass dem Dialog mit Teheran der Vorzug zu geben sei. Am Vortag hatte Chirac als erster hochrangiger europäischer Vertreter die von den USA geforderten UNO-Sanktionen gegen den Iran zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich abgelehnt.

Weitere Gespräche ohne Ergebnis

Die Aussenminister der fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschlands trafen sich am Rande der UNO-Vollversammlung zu weiteren Gesprächen über das iranische Atomprogramm. Das Treffen, an dem auch der italienische Aussenminister Massimo D´Alema teilnahm, ging ohne konkretes Ergebnis zu Ende.

Die Aussenminister hätten jedoch ihre einhellige Unterstützung für einen weiteren Dialog zwischen dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana und Teheran erklärte, sagte US-Aussenstaatssekretär Nicholas Burns. Solana, der an dem Treffen ebenfalls teilnahm, will gegen Ende der Woche erneut mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Laridschani zusammenkommen.

(bert/sda)

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