UNO-Ermittler wollen Kriegsverbrechen in Syrien nachgehen
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2012 / 12:48 Uhr
Ein Treffen mit Assad sei laut Paulo Sergio Pinheiro von äusserster Wichtigkeit. (Archivbild)
Ein Treffen mit Assad sei laut Paulo Sergio Pinheiro von äusserster Wichtigkeit. (Archivbild)

Genf - UNO-Ermittler zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in Syrien haben Präsident Baschar al-Assad aufgefordert, ihnen die Arbeit im Land wieder zu ermöglichen. Dazu sei ein Treffen mit Assad von äusserster Wichtigkeit, sagte ihr Chef, Paulo Sergio Pinheiro, am Donnerstag in Genf.

5 Meldungen im Zusammenhang
Im Gespräch solle es darum gehen, wie die UNO-Ermittler wieder Zugang in das vom Bürgerkrieg erschütterte Land erhalten könnten. Das Team, dem auch seit Kurzem Carla Del Ponte angehört, sammelt Beweise für Kriegsverbrechen syrischer Regierungskräfte und Aufständischer in dem seit 19 Monaten andauernden Konflikt.

Die Sonderkommission des UNO-Menschenrechtsrats hat eine geheime Liste mit den Namen von Einzelpersonen und Organisationen erstellt, die für Mord und Folter verantwortlich sein sollen. Diese Liste könnte Grundlage für spätere Gerichtsverfahren sein. Das vor einem Jahr ins Leben gerufene Gremium kann derzeit nicht in Syrien selbst tätig werden.

Die ehemalige Bundesanwältin und Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Del Ponte, war Ende September vom Menschenrechtsrat in die Sonderkommission berufen worden. Der Menschenrechtsrat hatte damals die Kommission personell aufgestockt.

Neben Del Ponte stiess auch der thailändische Rechtsprofessor Vitit Muntarbhorn dazu. Weiteres Mitglied ist die US-Diplomatin und Nahost-Expertin Karen Koning Abu Zayd. Die Kommission wird vom Brasilianer Pinheiro geleitet.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die ehemalige Bundesanwältin und Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Carla Del ... mehr lesen
Carla Del Ponte wird die UNO-Sonderkommission zu Syrien verstärken. (Archivbild)
Ban Ki Moon äusserte sein Bedauern darüber, dass der UNO-Sicherheitsrat in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten sei.
Damaskus - In Syrien hat die Luftwaffe erneut Angriffe gegen die Handelsmetropole Aleppo geflogen. In Genf wiederum ... mehr lesen
Genf - Alle Konfliktgegner im syrischen Bürgerkrieg morden, foltern und richten Menschen willkürlich hin, doch die ... mehr lesen 5
Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert immer weiter.
Abstimmung der UNO Vollversammlung zu Syrien.
New York - Die UNO-Vollversammlung hat am Freitag in New York eine Resolution ... mehr lesen
Genf - Bei Gewalteinsätzen gegen das eigene Volk hat das syrische Regime laut einer unabhängigen ... mehr lesen
Der zweite Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf.
Das Komitee beklagte die gezielte Kontrolle von Personen aufgrund ihrer Hautfarbe sowie die «zunehmende Militarisierung» der Polizei.
Das Komitee beklagte die gezielte Kontrolle von ...
USA  Genf - Das UNO-Komitee gegen Folter hat die Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA kritisiert. Das Komitee forderte Washington auf sicherzustellen, dass alle derartigen Fälle «umgehend, effektiv und unabhängig» untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. 
Finnland  Helsinki - Das finnische Parlament hat sich für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. Mit 105 zu ...  
Finnland folge damit in dieser «schwierigen Frage» den Nachbarstaaten und anderen westlichen Ländern.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Die... Lösung des Asylproblems, vorgestellt von einer intellektuellen ... heute 21:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Ein Habenichts stellt Bedingungen? Die Briten profitieren am meisten von der EU. Sie stecken die ... heute 19:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Der... IS setzt gerade den Koran 1:1 um. Deshalb haben viele Muslime damit ein ... heute 17:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Bedingungen "die Freizügigkeit für Bundeskanzlerin Angela Merkel "so grundlegend" ... heute 16:36
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    "Die Türkei leistet grosse Hilfe für viele Flüchtlinge" Der Libanon ist das nächste Land des Nahen Ostens, indem die Spannungen ... heute 15:52
  • LinusLuchs aus Basel 50
    Hat Grosser Bruder auch ein Argument? Sollte Ihnen nebst Ihrer Breitseite noch irgendein stichhaltiges ... heute 09:05
  • BigBrother aus Arisdorf 1461
    Bitte Scheuklappen ablegen Wie immer aus der Perspektive einer Ultra-Linken Emanze geschrieben. ... gestern 22:39
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Man... sollte die Intelligenz von V. Putin nicht unterschätzen. Er weiss ... gestern 10:40
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 6°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 6°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Luzern 7°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Genf 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten