UNO-Hilfsgüter für Libanon blockiert
publiziert: Sonntag, 23. Jul 2006 / 20:22 Uhr

Damaskus - Das UNO-Flüchtlingshilfswerk kann nach eigenen Angaben die Flüchtlinge in Libanon von Syrien aus nicht auf dem Landweg erreichen.

In Syrien lagern tonnenweise Hilfsgüter, darunter Zelte, Matrazen und Decken. (Archivbild)
In Syrien lagern tonnenweise Hilfsgüter, darunter Zelte, Matrazen und Decken. (Archivbild)
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Es gebe keinen humanitären Korridor, der eine gefahrlose Versorgung der Vertriebenen ermögliche. Das erklärte das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) am Sonntag in Genf. Deshalb lagerten in Syrien tonnenweise Hilfsgüter, darunter Zelte, Matrazen und Decken. Das Material sei am Freitag aus Jordanien nach Damaskus gebracht worden.

Wenn der Landweg weiter blockiert bleibe, müssten die Hilfsgüter über einen Umweg nach Zypern und dann per Schiff nach Libanon eingeführt werden, erklärte UNHCR-Regionaldirektor Ekber Menemencioglu.

Besorgt sei das Hilfswerk insbesondere über die Lage der rund 90 000 Menschen, die in den Bergen nördlich der libanesischen Hauptstadt Beirut Zuflucht gefunden hätten. Die Lebensbedingungen dort seien prekär. Die Lebensmittel gingen zur Neige.

100 Millionen Dollar nötig

Mindestens 100 Millionen Dollar an Soforthilfe sind nach Angaben der UNO nötig, um eine Katastrophe bei der Versorgung der Menschen im libanesischen Kriegsgebiet abzuwenden. «Es ist bereits jetzt eine sehr grosse Krise», sagte UNO-Nothilfekoordinator Jan Egeland am Samstag.

«Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt betroffen ... Sie mussten aus ihren Wohnungen fliehen oder sitzen fest.» Diese Zahl werde noch deutlich steigen.

(fest/sda)

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