Humanitäre Hilfe
UNO-Nothilfegipfel will Versorgung in Krisengebieten verbessern
publiziert: Montag, 23. Mai 2016 / 09:55 Uhr
Zum zweitägigen Weltnothilfegipfel werden 6000 Vertreter von Staaten und Organisationen erwartet.
Zum zweitägigen Weltnothilfegipfel werden 6000 Vertreter von Staaten und Organisationen erwartet.

Istanbul - Beim ersten Weltnothilfegipfel wollen die Vereinten Nationen die Versorgung bedürftiger Menschen in Krisengebieten verbessern. Für das zweitägige Treffen in Istanbul werden am Montag und Dienstag 6000 Vertreter von Staaten und internationalen Organisationen erwartet.

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Zu den Gästen zählen ausser UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie mehr als 60 weitere Staats- und Regierungschefs. Der Weltnothilfegipfel ist nach Ansicht des stellvertretenden UNO-Generalsekretärs Jan Eliasson ein «Weckruf», um die Unterstützung für notleidende Menschen zu verbessern.

Es gebe in der Welt ein «gewaltiges Leiden» und einen riesigen Bedarf an Solidarität, sagte Eliasson am Sonntag. «Es soll ein Gipfel des Handelns sein. Ich würde gerne konkrete Verpflichtungen sehen.»

Mit dem Gipfel reagiert die UNO auf die weltweit stark gestiegene Zahl von Krisen und notleidenden Menschen. Laut UNO brauchen weltweit 125 Millionen Menschen Hilfe, 60 Millionen sind auf der Flucht. Die UN rechnen in diesem Jahr mit einem Finanzbedarf von 20 Milliarden Dollar. In vielen Krisengebieten reicht das Geld nicht aus, um die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Der Vorsitzende der Welthungerhilfe, Till Wahnbaeck, sprach sich dafür aus, lokale Hilfsorganisationen zu stärken. «Die Hilfe ist am besten, wenn sie so lokal wie möglich und so international wie nötig ist», sagte er.

Kritik im Vorfeld

Unter anderem soll bei dem Gipfel darüber diskutiert werden, wie Krisen von vornherein vermieden und Zivilisten in Notgebieten besser geschützt werden können. Ausserdem drehen sich die Diskussion um eine stärkere Verzahnung von kurzfristiger Nothilfe mit längerfristiger Entwicklungshilfe.

Allerdings gab es im Vorfeld Kritik an dem Gipfel. Viele Teilnehmer erwarten von dem Treffen keine konkreten Ergebnisse. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sagte ihre Teilnahme in Istanbul ab, weil sie das Treffen für ein «Feigenblatt» hält. Russland wiederum kritisierte, Hilfsorganisationen spielten bei dem Gipfel eine zu starke Rolle.

(sda)

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