UNO-Resolution zu Kindern in Kriegen
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 21:24 Uhr
Die UNO will gegen die Verletzung von Kinderrechten vorgehen.
Die UNO will gegen die Verletzung von Kinderrechten vorgehen.

New York - Trotz Widerstandes ist eine Resolution zum Schutz von Kindern in Kriegen im UNO-Sicherheitsrat verabschiedet worden. 11 der 15 Mitgliedsländer stimmten am Mittwoch für den deutschen Vorstoss, zwei mehr als nötig.

4 Meldungen im Zusammenhang
Pakistan, Russland, China und Aserbaidschan enthielten sich. Zuvor war es hinter den Kulissen zu einem heftigen diplomatischen Tauziehen gekommen.

Das neue Papier hat vor allem appellativen Charakter, soll aber dem Büro der Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten den Rücken stärken.

Dabei geht es um sogenanntes «Naming and Shaming», was in etwa «Benennen und an den Pranger stellen» heisst: Wer gegen die Rechte der Kinder verstösst, soll weiter öffentlich in einem jährlichen UNO-Bericht genannt und so politisch zur Unperson werden.

UNO-Liste der Schande

Bereits 2005 wurde eine Liste der Schande vom UNO-Sicherheitsrat geschaffen, die Verletzung von Kinderrechten in bewaffneten Konflikten zu registriert. Der UNO-Generalsekretär wurde damals beauftragt, jährlich eine Liste vorzulegen mit den Staaten und Gruppen, die solche Verstösse begehen. Um von der Liste gestrichen zu werden, muss mit der UNO ein Aktionsplan vereinbart werden.

Auch wenn beim Wort Kindersoldaten zuerst afrikanische Konflikte in den Vordergrund rücken, geht es in dem neuen Vorschlag auch um die Einberufung von Kindern zum regulären Wehrdienst in vielen Ländern.

Streit hinter verschlossenen Türen

Zwar bekennt sich jeder Staat offen zum Schutz der Kinder. Hinter verschlossenen Türen gab es aber erheblichen Streit. Pakistan, aber auch Russland und China betrachten das Papier als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten.

China sieht es zum Beispiel nicht als Problem an, dass Minderjährige in die pakistanische Armee müssen. «Pakistan steht ganz vorn im Kampf gegen den internationalen Terrorismus», sagte Chinas UNO-Botschafter Li Baodong. «Wir alle sollten deshalb Pakistan helfen und nicht weitere Hürden in den Weg legen.»

Die jetzt von Deutschland initiierte Debatte im Sicherheitsrat war zugleich der erste Auftritt der neuen Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten, Leila Zerrougui. Die Algerierin hat die Aufgabe von Radhika Coomaraswamy aus Sri Lanka übernommen, die das Amt sechs Jahre innehatte.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kinshasa - Die UNO-Friedenstruppe im krisengeschüttelten Kongo-Kinshasa (MONUSCO) hat seit dem ... mehr lesen
Die Rekrutierung von Kindersoldaten - besonders wenn sie unter 15 Jahren alt sind - müsse als Kriegsverbrechen betrachtet werden.
Genf - In dem bewaffneten Konflikt in Zentralafrika werden nach UNO-Angaben zunehmend Kinder rekrutiert. Sowohl die Rebellen als auch regierungstreue Milizen seien an der Rekrutierung beteiligt, erklärte das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am Freitag in Genf. mehr lesen 
Rangun - Erstmals nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der UNO gegen den Einsatz von Kindersoldaten hat die burmesische Armee 42 Kindersoldaten entlassen. Die Minderjährigen wurden in der ehemaligen Hauptstadt Rangun ihren Eltern übergeben. mehr lesen 
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sucht Kony wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
New York - Die berüchtigte Truppe des international zur Fahndung ausgeschriebenen Rebellenführers Joseph Kony ... mehr lesen
Der türkische stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc informierte heute die Presse.
Der türkische stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc ...
IS-Vormarsch  Ankara - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rückt laut Ankara auf eine türkische Exklave im Norden Syriens vor. Vizeministerpräsident Bülent Arinc bestätigte am Dienstag Medienberichte, wonach sich Dschihadisten in der Nähe des Grabmals von Suleiman Schah am Euphrat befänden. 1
Kurdenkämpfer vertreiben IS aus mehreren Orten im Nordirak Erbil/Ain al-Arab - Die Waffenlieferungen des Westens an die ...
Kurden starten Offensive gegen IS Erbil/Ain al-Arab - Kurdische Truppen haben nach eigenen Angaben eine Offensive gegen ... 1
Syrische Regierung sieht derzeit keine Chance für Friedensgespräche New York - Die syrische Regierung hat eine Beteiligung ...
IS-Extremisten nähern sich Nordsyrien Damaskus - Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) rückt immer näher an die ...
NATO  Brüssel - Der neue NATO-Generalsekretär Jens ...  
Jens Stoltenberg hofft auf eine Verbesserung des Verhältnisses zu Moskau. (Archivbild)
«Der Ukraine dabei helfen, ihre Kräfte zu stärken und ihr Land zu verteidigen.»
Beziehungen zwischen NATO und Russland in Frage gestellt Tallin/Moskau/Newport/Berlin - Die Beziehungen der NATO mit Russland sind auf dem tiefsten Punkt seit Ende des ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Gewalt "Menschenrechtler werfen Modi vor, für die Pogrome an Muslimen ... heute 15:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Die... Wachstumsraten, die in ihrer Höhe so wichtig sind für den Fortbestand ... heute 12:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Allianz G. W. Bush`s "War against terror" wurde besonders in Europa heftig ... heute 11:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Es... gibt buchhalterische Aspekte, welche den Möglichkeiten V. Putins enge ... gestern 17:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Allianz Angenommen, es gelingt, mit einer breit angelegten Allianz den IS aus ... gestern 11:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    In... Afghanistan kann an die Macht kommen wer will, die Taliban haben das ... Mo, 29.09.14 11:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Besonders... R. Erdogan sitzt gerade aussenpolitisch zwischen allen Stühlen. Er hat ... Mo, 29.09.14 10:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2470
    Das... Einzige, was die israelische Regierung im Gegensatz zu den ganzen ... Mo, 29.09.14 10:06
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 12°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 11°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 13°C 16°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 14°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 14°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 15°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten