UNO: Schweiz verletzt Menschenrechte
publiziert: Freitag, 30. Okt 2009 / 14:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Okt 2009 / 17:39 Uhr

Genf - Das Komitee des UNO-Menschenrechtsrats hat über die Lage der Menschenrechte in der Schweiz Bericht erstattet. Dabei sparte die Expertengruppe nicht an Kritik. Besorgt ist das Gremium unter anderem über die Auswirkungen der Anti-Minarett-Initiative und deren «diskriminierende Plakatkampagne».

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Es rief die Schweiz dazu auf, sich für die Religionsfreiheit «aktiv» einzusetzen und «die Anstiftung zu Diskriminierung, Feindseligkeit und Gewalt entschlossen» zu bekämpfen.

Weiter fordert das Komitee eine Erweiterung der Befugnisse der Eidg. Kommission gegen Rassismus. Diese müsse in allen Fällen von Rassendiskriminierung oder Aufrufen zu Rassenhass ermitteln. Alternativ schlagen die Experten die Schaffung eines «unabhängigen Mechanismus'» vor, der juristische Verfahren in solchen Fällen ermöglicht.

Gewalt gegen Minderheiten

Beunruhigt zeigen sich die Menschenrechtsexperten auch über den «starken Anstieg» von Gewalt gegen Minderheiten, insbesondere gegen Juden. Hier seien die Behörden gefordert: Sie müssten ihre Anstrengungen zur Förderung der Toleranz und des kulturellen Dialogs verstärken und alle Bedrohungen von Minderheiten untersuchen.

Ebenso beunruhigt sind die Experten über die Polizeigewalt bei Festnahmen oder während der Haft, «insbesondere gegen Asylbewerber und Migranten». Das Komitee fordert eine nationale Statistik zur Polizeigewalt. Ausserdem kritisiert wurde die Überbelegung von Schweizer Gefängnissen - insbesondere in der Genfer Strafanstalt Champ-Dollon.

Die Schweiz hat dem Komitee erstmals seit 2001 wieder einen Bericht zur Menschenrechtslage vorgelegt. Das Gremium überwacht die Menschenrechtslage in den Mitgliedstaaten des sogenannten Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte der UNO.

(tri/sda)

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Au mm Backe!
"erinnert mich an die Christenverfolgung im alten Rom."

Ich hoffe nicht, dass es so Schlimm werden wird...

"Geholfen hat es nichts, Italien ist heute katholisch."

Dies ist anscheinend wirklich so.

Erst lebt man nebeneinander.
Dann realisiert der Aeltere einen Mitgliederschwund bei sich.
Schnell ist der Konkurrent gefunden und man wird zu Gegnern.
Bekämpft sich.
Manchmal bis zum bitteren Ende.

Und am Schluss ...
wechseln die unversöhnlichen Teilnehmer jeweils zur Gegenpartei.

Dann gehe ich mal en "Koran" im Buch-Lädeli neben kaufen.

Damit ich dann wenigstens als EURO-MUSLIM dastehe.
Wenn es "soweit" ist.

Vielleicht fehlt uns noch eine Weiter-Entwicklung zu ein bisschen Mehr
als es die Heutige Jüdisch-Christlicher Gemeinde gebietet.

Und ich werde zu einem:

Jüdisch-Christlichen-Muslimen ...
mit Buddhistischem Sitzfleisch
und dem TAO im Kopf.
Unternehme Schamanischen Reisen in Anderswelten
und praktiziere das Yoga des Zen
im Hindu-Tempel in Zürich ...

Ich sagte doch AUM Backe!
Die Islamophobie
erinnert mich an die Christenverfolgung im alten Rom.

Geholfen hat es nichts, Italien ist heute katholisch.
Lieber sunsamu
eigentlich antworte ich nicht mehr auf Stellungnahmen anderer Forumteilnehmer. Nun, da Sie aber offensichtlich in Frankfurt leben, möchte ich Sie nur darauf hinweisen, dass Sie dann ja nicht weit von der Paulskirche weg wohnen. Sie wissen hoffentlich, was da drin alles schon politisch passiert ist.
Ihren pauschalen Gebrauch des Begriffes Moschee ist absolut vergleichbar mit Kirche! Besser sogar mit dem Begriff Rom! Von dort aus wurden die Kreuzzüge ausgerufen, die so viel unsägliches Leid über die Teilnehmer (vor allem den Kindern!) brachten.
Wenn Sie die Geschichte wirklich kennen, dann sehen Sie mal nach, wieviel Politik zum Beispiel im Frankfurter Dom, im Mainzer Dom, im Speyerer Dom (Schauen sie dort nach, wie viele Kaiser in diesem Dom begraben liegen) und eben vor allem im Petersdom zu Rom gemacht wurde. Wie Päpste selbst und höchstpersönlich vom Petersdom aus in den Krieg ritten. (Julius z.B.)
Die Moscheen, um die es hier in der Schweiz geht, sind einfache Gebetshäuser! Aber was darin gelehrt wird, das schon sollte man genauestens beobachten, nicht an Türmchen sein Mütchen kühlen. In den Kirchen wurden schon immer Ungeheuerlichkeiten ausgeheckt, nicht nur in den Moscheen.
Es wäre Ihnen dringend zu empfehlen die eigene Geschichte zu studieren bevor Sie den Koran lesen und andere belehren wollen.
Eigentlich ist dieses Verbot eine absolute Nullnummer, ...
... wie es die SVP seit jeher immer wieder produziert. Ausser hohen Kosten, völlig unnötig, da die Gesetze da sind, um Unpassendes nicht zu erlauben!

Die hat nichts mit "Toleranz", "Aussenpolitik" u.a.m., resp. "couragiertere Aussenpolitik" zu tun.

Aber es hat etwas zu tun mit unserem System, wie wir unsere Bundesräte auswählen und dann wählen. Ich meine, wenn WIR, das Volk die Bundesräte wählen könnten, dann hätten wir sicher einige der heutigen Amtsinhaber NICHT im Bundesrat. Da bin ich mir ganz sicher!
Dann haben WIR es erst recht in der Hand, dass ...
... ALLE in der Schweiz lebenden Menschen - ALLE - sich UNSEREM Recht unterzuordnen haben. Ohne Ausnahmen! Damit ist ja festgelegt, was zu tun ist, wenn sich eine Bevölkerungsgruppe mehr Rechte herausnehmen will, als ihr zusteht!

Es liegt also wirklich an uns und unseren Behörden, dies durchzusetzen! Und dies wird in aller Regel auch so gehandhabt. Siehe das Beispiel des Söhnchens von Ghadaffi - NUR, damit hat uns dieser Herrscher ein Problem beschehrt, das eigentlich zuerst einmal das Problem der ABB wäre ...

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich, bezgl. des Minarettaufbaus in Wangen, dies nicht passend finde und als Verantwortlicher dort verlangt hätte, dass man etwas Passendes zum darunter befindlichen Gebäude machen müsste .... Aber offenbar gefällt es denn Wangener - damit ist's ja auch wieder gut ...

Mehr Wünsche würde ich nicht mehr bewilligen, wenn es sich nur darum handeln würde, dass damit mehr Einfluss und "Macht" gewonnen würde! Hier in der Schweiz haben ja wirklich WIR das Sagen - dies werden sich unsere Gäste und "Gäste" halt angewöhnen müssen!
Kirche und Moschee
Mark Gabriel (ehemals Professor an der Al-Azhar Universität in Kairo/Ägypten) schreibt in seinem Buch ”Islam und Terrorismus” zum Thema Moschee auf S. 122:
"Der Prophet Mohammed machte den Muslimen klar, dass eine Moschee nicht mit einer Synagoge oder Kirche zu vergleichen ist. In seiner Moschee in Medina (die heute die zweitheiligste Stätte des Islam ist) plante er seine Kriegsstrategie, hielt Gericht und empfing die Besuche anderer Stammesführer. Sie war wie das Pentagon, das Weiße Haus und der Oberste Gerichtshof unter einem Dach. Die islamische Welt wurde von der Moschee aus regiert.
Wenn ein Kampfbefehl ausgegeben wurde, erging der Aufruf in der Moschee. Bei dieser Praxis blieben auch die Herrscher nach Mohammed. Durch die ganze islamische Geschichte hindurch kann man beobachten, dass alle Bewegungen des Djihads ihren Ausgangspunkt in der Moschee hatten."
Mit diesem Wissen ist ein Vergleich mit christlichen Kirchen oder jüdischen Synagogen ziemlich unpassend und geht an der Tatasache vorbei, dass der Islam eine politische Ideologie unter der Tarnkappe einer vorgegebenen Religion ist, der die Weltherrschaft anstrebt.Einfach mal den KORAN lesen....
Und dazu noch einen Nachsatz zum vielleicht - nur einmal - ...
... zum Nachdenken:

Reichtum macht ein Herz schneller hart,
als kochendes Wasser ein Ei.

Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837
... dann wünsch ich mir im Moment 7 Blocher im Bundesrat. ...
DANN wünsche ich Ihnen, dass SIE - 329429 aus Murten - unter Blocher arbeiten müssten ... Ich glaube, dann ist Ihr Problem null-komma-plötzlich keines mehr - denn dann hätten Sie genügend zu tun, um abzuwehren, was aus Chefs Ecke so daher kommt ... Vielleicht wünschten Sie sich dann 7 andere - welche wohl dann ...?

ODER: Gibt es von Ihrer Seite vielleicht doch noch etwas, das so verstanden werden kann, dass darauf auch eine Antwort möglich ist - eine sachlichere!?
Obschon
es sich hier um eine himmelschreiende Ungerechtigkeit handelt, wird wohl kaum jemand dafür demonstrieren. Die armen Menschen sind gleich zweimal gestraft und verraten. Es bleibt nur zu hoffen, dass irgendwann ein Parlamentarier sich dieser Sache annimmt. Aber dann sind vielleicht die meisten der Geschädigten schon nicht am Leben, so ähnlich war's ja auch bei den Holocaustopfer. Da kam die Hilfe auch schon fast zu spät.
Glückwunsch, 329429 !
Sie haben es erkannt!
Wir sollen aus einer Demokratie sanft in eine linke Meinungsdiktatur überführt werden. Schön subtil, damit es Keiner merkt. Sie haben es erkannt. Dann sind wir schon zu zweit....
.
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