UNO-Sicherheitsrat über Syrien weiter uneins
publiziert: Donnerstag, 27. Sep 2012 / 07:39 Uhr
Dem neuen Syrien-Sondergesandten wurde die Unterstützung zugesichert.
Dem neuen Syrien-Sondergesandten wurde die Unterstützung zugesichert.

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat dem neuen Syrien-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi seine Unterstützung zugesichert. Die Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen in dem schon eineinhalb Jahre dauernden Konflikt blieben allerdings auch nach einer Sitzung vom Mittwoch bestehen.

9 Meldungen im Zusammenhang
Die beiden Veto-Mächte Russland und China blockieren im mächtigsten Gremium der UNO weiterhin ein härteres Vorgehen gegen Machthaber Baschar al-Assad. Eigentlich sollte es bei der Sitzung um die Entwicklung des Arabischen Frühlings insgesamt gehen. Dominiert wurde die Debatte jedoch vom Konflikt in Syrien.

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle appellierte an die insgesamt 15 Mitglieder, eine «gemeinsame Antwort» zu finden, damit die Gewalt in Syrien beendet wird. Erforderlich sei jetzt ein «Prozess des politischen Übergangs».

Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte zu mehr gemeinsamen Anstrengungen. Weder von Russland noch von China gab es jedoch Zeichen, dass sie von ihrer bisherigen Haltung abweichen.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow verlangte, auch die Gewalttaten der syrischen Opposition zu verurteilen. Die Forderung nach einer «bedingungslosen Kapitulation» der Assad-Regierung sei «unrealistisch». Chinas Aussenminister Wang Jiechi mahnte ebenfalls, auf dem Weg einer politischen Lösung zu bleiben.

Demgegenüber machten mehrere westliche Aussenminister aus ihrem Frust über die anhaltende Blockade keinen Hehl. US-Aussenministerin Hillary Clinton forderte, die «Lähmung» des Sicherheitsrats endlich zu überwinden. Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius sagte: «Es ist schockierend, dass der Sicherheitsrat bis heute nicht in der Lage ist, zu handeln.» Der britische Ressortchef William Hague sagte, dafür gebe es «keine Entschuldigung».

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, verlangte vom Sicherheitsrat mehr Unterstützung für den gemeinsamen Syrien-Sonderbeauftragten Brahimi. «Der Sicherheitsrat muss seine Unterstützung mit Taten zeigen, nicht mit Worten», sagte der Ägypter.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Der UNO-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi schätzt die Chancen für eine dauerhafte Waffenruhe in Syrien als ... mehr lesen
Der UNO-Sondergesandte hat zu einer Waffenruhe in Syrien aufgerufen.
Die erwarteten 710'000 Flüchtlinge sind fast viermal so viel, wie noch im Juni vorhergesagt worden war.
New York - Die Zahl der Flüchtlinge ... mehr lesen
Bern - Knapp 200 Menschen haben am Samstag in Bern gegen das Assad-Regime und für Solidarität mit der syrischen ... mehr lesen
Zur Kundgebung aufgerufen hatten Exilsyrer zusammen mit linken Bewegungen und Menschenrechtsgruppen.
Es wurde auch gefordert, Asien mehr als einen Sitz im Rat zu geben. (Bildarchiv)
New York - Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle hat für eine Reform der Vereinten Nationen geworben - mit einem ... mehr lesen
New York - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat zum Auftakt der jährlichen Generaldebatte der UNO-Vollversammlung ein ... mehr lesen 1
Die Generaldebatte dauert bis zum kommenden Montag.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Syrienbeauftragte der UNO, Lakhdar Brahimi, berichtete heute vor dem Sicherheitsrat über seinen Besuch in Syrien.
New York - Der neue internationale Syrien-Beauftragte, Lakhdar Brahimi, hat am Montag erstmals den UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die geplante Bildung einer Übergangsregierung ... mehr lesen
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert immer weiter.
Genf - Alle Konfliktgegner im syrischen Bürgerkrieg morden, foltern und richten Menschen willkürlich hin, doch die ... mehr lesen 5
Los Cabos - Die USA auf der einen sowie Russland und China auf der anderen Seite sind sich weiterhin nicht einig über das ... mehr lesen
Barack Obama
Soldaten sollen zur Beobachtung eingesetzt werden, nicht in Kampfeinsätzen.
Soldaten sollen zur Beobachtung eingesetzt ...
IS-Vormarsch  Washington - US-Präsident Barack Obama hat die Entsendung von 350 zusätzlichen US-Soldaten in den Irak angeordnet. Die Militäreinheiten sollen in der irakischen Hauptstadt Bagdad für den Schutz von diplomatischen Einrichtungen und diplomatischem Personal zuständig sein. 1
Die US-Luftwaffe flog seit dem 8. August 110 Angriffe auf IS-Stellungen. (Symbolbild)
US-Militäreinsatz im Irak kostet 7,5 Millionen Dollar pro Tag Washington - Der Militäreinsatz gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) im Irak kostet die USA ...
USA sind zu gezielten Angriffen im Irak bereit Washington - Die USA sind bereit, im Irak gezielt einzugreifen. ...
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte betont, dass Soldaten durch einen Irrtum über die kaum markierte grüne Grenze in die Ostukraine gelangt seien.
Putin will über Eigenstaatlichkeit der Ostukraine verhandeln Moskau/Brüssel - Russlands Präsident Wladimir Putin fordert Verhandlungen zwischen der Regierung in Kiew und ... 2
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2405
    Über... die von der EU zu den Beschützern der westlichen Werte ernannten Kurden ... heute 08:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2405
    Der... Krieg in Syrien folgte einem legitimen Begehren von Bürgern nach der ... gestern 21:06
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Ich habe aus meinem Standpunkt nie einen Hehl gemacht, thomy. Putin hat grosses ... gestern 20:43
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Danke! :-) Natürlich ist KenFM für Sie eine Gefahr. Ein Grund mehr, weitere ... gestern 19:45
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Ich habe aus meinem Standpunkt nie einen Hehl gemacht, thomy. Putin hat grosses ... gestern 19:41
  • thomy aus Bern 4165
    Ich habe nochmals nach gelesen ... Es ist so verrückt, was hier, ich meine Putin, ausgelöst hat und nicht ... gestern 19:20
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Nein thomy wie kommen Sie auf die Idee? gestern 18:44
  • thomy aus Bern 4165
    kubra! Würden Sie es schätzen, wenn SIE vor den Russen, vor wilden Horden, ... gestern 17:35
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 10°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 10°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 10°C 18°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 11°C 18°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 14°C 24°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten