UNO-Tribunal hebt Völkermordurteil auf
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 14:14 Uhr

Den Haag - Das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat die Verurteilung des bosnischen Serben Vidoje Blagojevic wegen Völkermords aufgehoben.

Die Revisionskammer reduziert das Urteil von 18 Jahren auf 15 Jahre Haft.
Die Revisionskammer reduziert das Urteil von 18 Jahren auf 15 Jahre Haft.
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Es sei nicht ausreichend nachgewiesen, dass Blagojevic im bosnischen Bürgerkrieg die Kriegsverbrechen an bosnischen Muslimen mit der Absicht des Völkermords unterstützt habe, erklärte die Revisionskammer des Gerichts. Sie reduzierte das Urteil der ersten Instanz daher von 18 Jahren auf 15 Jahre Haft.

Blagojevic wurde für schuldig befunden, eine von ihm geführte Brigade für das Massaker des bosnisch-serbischen Militärs in Srebrenica zur Verfügung gestellt zu haben.

Die Serben hatten dieses von der UNO zur Schutzzone erklärte Gebiet erobert, die muslimischen Frauen und Kinder äusserst brutal vertrieben, und bis zu 8000 muslimische Männer ermordet.

Urteil bestätigt

Die Haftstrafe von neun Jahren gegen den mitangeklagten Dragan Jokic wurde bestätigt. Jokic war verantwortlich für eine Abteilung der Pioniere, die er Massengräber ausheben und die Ermordeten darin begraben liess. Das habe wesentlich dazu beigetragen, die massenhaften Erschiessungen in die Tat umzusetzen, entschied das Gericht.

Damit bleibt Krstic der bislang einzige Angeklagte, den das UNO-Tribunal rechtskräftig wegen Beteiligung am Völkermord an den bosnischen Muslimen verurteilt hat. Die Staatsanwaltschaft beim UNO-Tribunal hat 20 Anklagen wegen Völkermords oder Beihilfe dazu erhoben.

(bert/sda)

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