UNO-Vetomächte wollen möglichst schnelle Machtübergabe an Iraker
publiziert: Samstag, 13. Sep 2003 / 18:52 Uhr

Genf - Die fünf Aussenminister der Vetomächte des UNO-Sicherheitsrates wollen so schnell wie möglich die Macht in Irak an die dortige Bevölkerung übergeben. Allerdings gibt es laut UNO-Generalsekretär Kofi Annan weiterhin Differenzen.

Colin Powell sieht nach wie vor strittige Punkte zwischen den USA und den Vetomächten in der UNO betreffend der Irakpolitik.
Colin Powell sieht nach wie vor strittige Punkte zwischen den USA und den Vetomächten in der UNO betreffend der Irakpolitik.
Die Genfer Gespräche über eine neue Irak-Resolution wurden am Samstag Abend beendet. Danach stellten sich Jack Straw (Grossbritannien), Colin Powell (USA), Dominique de Villepin (Frankreich), Igor Iwanow (Russland) und Li Zhaoxing (China) sowie Annan den internationalen Medien.

Wir verstehen unsere verschiedenen Ansichten besser, sagte Powell an der Medienkonferenz. Er sei nach den Gesprächen ermutigt, sehe aber auch die Schwierigkeiten und die strittigen Punkte, für die noch eine Lösung gefunden werden müsse, sagte Powell weiter.

Alle fünf Länder hätten eigentlich das gleiche Ziel, sagte de Villepin: Wir wollen die Probleme in Irak mindern.

Während der Gespräche demonstrierten vor dem UNO-Gebäude in Genf rund 100 Personen gegen die Irak-Politik der USA. Der Demonstrationszug zum Gebäude der Vereinten Nationen wurde von einem grossen Polizeiaufgebot begleitet. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle.

(tr/sda)

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