UNO beklagen 'vergessene Krisen'
publiziert: Mittwoch, 29. Jun 2005 / 23:56 Uhr

Genf - Sechs Monate nach dem Spendenaufruf für 2005 fehlen den Hilfsorganisationen der UNO noch 2,6 Mrd. Dollar (3,3 Mrd Fr.) für die humanitäre Hilfe. Mit dem Geld könnten 30 Millionen Menschen in 29 Ländern unterstützt werden.

Der Hilfsappell zur Linderung der Auswirkungen der Dürre in Dschibuti wurde nur zu fünf Prozent gedeckt.
Der Hilfsappell zur Linderung der Auswirkungen der Dürre in Dschibuti wurde nur zu fünf Prozent gedeckt.
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Insgesamt forderte die UNO im vergangenen November 5 Mrd. Dollar für die weltweite humanitäre Hilfe in diesem Jahr. Der Spendenaufruf ist bislang mit 2,4 Mrd. Dollar zu 48 Prozent gedeckt.

"Ohne die Spenden für die Opfer des Tsunami eingerechnet, ist der Spendenaufruf sogar erst zu 36 Prozent gedeckt", sagte Yvette Stevens, Direktorin des UNO-Koordinationsbüro für die humanitäre Hilfe (OCHA), in Genf.

OCHA werde die vergessenen Krisen am G-8-Gipfel Anfang Juli in Schottland in Erinnerung rufen, sagte Stevens. Man werde dort den reichsten Staaten die Lage der von humanitären Krisen betroffenen Länder unterbreiten.

Für die Opfer der Flutkatastrophe im Indischen Ozean wurden 1,1 Mrd. Dollar für die Nothilfe verlangt. Davon erhielt die UNO nach den Worten von Stevens 82 Prozent.

Ungenügende Deckung

Acht Ländern erhielten bislang weniger als 30 Prozent des UNO-Spendenaufrufs: So wurde der Hilfsappell zur Linderung der Auswirkungen der Dürre in Dschibuti von 7,5 Mio. Dollar nur zu fünf Prozent gedeckt. Der Appell zur Unterstützung von Flüchtlingen aus Togo in Benin von 6 Mio. Dollar wurde erst zu 9 Prozent gedeckt.

Niger erhielt zur Unterstützung von 3,6 Millionen Menschen, die von der Dürre und Heuschreckenplage betroffen sind, nur 15 Prozent des Spendenaufrufs in der Höhe von 16,2 Mio. Dollar.

Ungenügend gedeckt sind auch die Hilfsappelle der UNO für die Zentralafrikanische Republik, den Tschad, Guyana, die Elfenbeinküste und die Republik Kongo.

(bert/sda)

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