Iran
UNO besorgt über Zunahme von Hinrichtungen im Iran
publiziert: Montag, 27. Okt 2014 / 21:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Okt 2014 / 21:41 Uhr
Auch unter der Fuhrung Ruhanis wurden 852 Menschen hingerichtet.
Auch unter der Fuhrung Ruhanis wurden 852 Menschen hingerichtet.

New York - Die UNO hat sich besorgt über die steigende Zahl von Hinrichtungen und die Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran geäussert. Seit der Wahl des gemässigten Präsidenten Hassan Ruhani im Juni 2013 sind demnach 852 Menschen hingerichtet worden, darunter acht Minderjährige.

5 Meldungen im Zusammenhang
Dies berichtete der UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, am Montag. Damit hat der Iran weltweit die höchste Hinrichtungszahl pro Kopf.

Shaheed äusserte sich schockiert über das Spektrum der Taten, für die im Iran Todesurteile verhängt werden. «Wir haben erlebt, dass ein Mensch hingerichtet wurde, weil er für eine ausländische Organisation gespendet hat», sagte Shaheed.

Entsetzt zeigte er sich über die Erhängung der 26-jährigen Reyhaneh Dschabbari, die wegen Mordes an einem früheren Geheimdienstmitarbeiter am Samstag hingerichtet worden war. Nach Aussage der jungen Innenarchitektin hatte der Mann versucht, sie zu vergewaltigen.

Der UNO-Sonderberichterstatter warf dem iranischen Präsidenten vor, sein Versprechen aus dem Wahlkampf zur Verbesserung der Menschenrechtslage nicht eingehalten zu haben. Allerdings führte er dies auf Ruhanis mangelnde Unterstützung im Parlament zurück.

Parlament und Justiz werden weiterhin von Konservativen dominiert. Seit seinem Amtsantritt 2011 hat der UNO-Sonderberichterstatter keine Erlaubnis zum Besuch des Irans erhalten und war darauf angewiesen, seine Recherchen per Telefon oder Skype zu führen.

Shaheed kritisierte auch die Einschränkung der Pressefreiheit im Iran. Demnach sind derzeit 35 Journalisten in Haft, mindestens 300 Menschen seien zudem wegen ihres Glaubens inhaftiert, darunter 120 Mitglieder der religiösen Gemeinschaft der Bahai.

Er äusserte sich besorgt, dass die Zahl der Frauen unter den Studierenden von 62 Prozent im Jahr 2008 auf 48 Prozent vergangenes Jahr gefallen ist. Es wird erwartet, dass die UNO-Generalversammlung im November über einen von Kanada eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmt, in dem die Verletzung der Menschenrechte im Iran verurteilt wird.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die rechtmässige ... mehr lesen
Die Parlamentswahlen am 26. Februar bezeichnete Ruhani als sehr wichtig.
Leute haben protestiert - es hat nichts geholfen.
Bern - Trotz internationaler Appelle ist ... mehr lesen 1
Odense - Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen hat der ... mehr lesen
Salman Rushdie wurde ausgezeichnet.
Die Zahl der Todesurteile ist gestiegen. (Symbolbild)
London - Im vergangenen Jahr ... mehr lesen 2
London/Teheran - Menschenrechtler in aller Welt haben Gnade für einen Mann ... mehr lesen
Menschenrechtler in aller Welt haben Gnade für einen Mann gefordert.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Dabei herrscht Unklarheit darüber, welche Fallstricke tatsächlich beachtet werden müssen, um ein gesetzlich gültiges Papier abzugeben. Wir haben den Fokus deshalb auf die wichtigsten Grundlagen gelegt, die es zu beachten gilt. mehr lesen 
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen pendente und abgeschlossene Schiedsgerichtentscheide zu Domains zu sammeln. Aktuell verfügen wir über mehrere zehntausend Entscheide die bei der WIPO gefallen sind. mehr lesen  
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in ... mehr lesen  
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -4°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel -3°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen -5°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -4°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern -3°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten