UNO bittet um Hilfe in Somalia
publiziert: Donnerstag, 7. Dez 2006 / 07:31 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Dez 2006 / 08:02 Uhr

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat grünes Licht für die Entsendung einer Friedensmission zur Unterstützung der Übergangsregierung in Somalia gegeben. Mit dem Friedenseinsatz werden zwei afrikanische Organisationen betraut.

Der Sicherheitsrat hob auch ein Waffenembargo für Somalia auf.
Der Sicherheitsrat hob auch ein Waffenembargo für Somalia auf.
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Der 15-köpfige Rat bat die Afrikanische Union (AU) und den Zusammenschluss von sieben ostafrikanischen Staaten IGAD in New York, eine Schutz- und Trainingseinheit von 8000 Soldaten nach Somalia zu entsenden. Sie sollten die Fortschritte im Bemühen um Frieden zwischen der Übergangsregierung und den Islamisten beobachten.

Das oberste UNO-Gremium hob zudem ein Waffenembargo teilweise auf, das 2002 gegen Somalia verhängt worden war. Jetzt sollen Waffenzubehör und Militärausrüstung ausgenommen werden, die für das Training und den Unterhalt der AU-IGAD-Mission notwendig sind. Die einstimmig angenommene Resolution ruft beide Seiten in Somalia auf, ihren Konflikt friedlich zu lösen.

Regierung vertrieben

Die Union der Islamischen Gerichte, die mittlerweile einen Grossteil des Landes kontrolliert, hatte die Regierung aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben. Die Regierung ist in den Ort Baidoa ausgewichen. Dort, etwa 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu, soll die UNO-Mission die Übergangsverwaltung schützen und für Sicherheit sorgen.

Der scheidende amerikanische UN-Botschafter John Bolton sagte, der Einsatz eines AU-IGAD-Teams sei nur ein Schritt zur Lösung des Konflikts. «Es sollte einen umfassenden Plan geben, um eine dauerhafte Lösung zu erreichen.» Der IGAD (Intergovernmental Authority on Development) gehören Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, Kenia, Sudan, Uganda und Somalia selbst an.

(fest/sda)

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