Erklärung des Sicherheitsrats
UNO fordert Ende des Blutvergiessens in Libyen
publiziert: Mittwoch, 23. Feb 2011 / 07:11 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 12:54 Uhr
Libyens UNO-Botschafter Abdurrahman Mohamed Shalgham.
Libyens UNO-Botschafter Abdurrahman Mohamed Shalgham.

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Libyen verurteilt und ein sofortiges Ende des Blutvergiessens gefordert. In einer Erklärung äusserten sich die 15 Ratsmitglieder sehr besorgt über die Lage in dem nordafrikanischen Land.

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Sie riefen das Regime von Staatschef Muammar al-Gaddafi am Dienstag in New York einstimmig auf, die Menschenrechte zu respektieren und die Zivilbevölkerung zu schützen. Ferner forderte der UNO-Sicherheitsrat sofortigen Zugang für internationale Beobachter in das Land und äusserte «tiefes Bedauern über den Tod hunderter Zivilisten».

Wenige Stunden zuvor hatte Gaddafi in einer Rede angekündigt, er werde den Kampf gegen die Demonstranten in seinem Land unerbittlich fortführen und notfalls als Märtyrer sterben. Er wolle bis zum «letzten Blutstropfen» kämpfen.

Libyscher Diplomat spricht von Völkermord

Der stellvertretende libysche UNO-Botschafter Ibrahim Dabbaschi sagte, ihm lägen Informationen vor, wonach Gaddafi im Kampf gegen die Demonstranten ausländische Söldner einsetze. In Libyen habe nun ein Völkermord begonnen, sagte Dabbaschi am Dienstag in New York.

Derweil sprach der libysche Parlamentspräsident Mohamed Swei von einer «Beruhigung der Lage». «In den meisten grossen Städten» hätten die Sicherheitskräfte und Armee «wieder ihre Posten eingenommen», sagte der Präsident des Allgemeinen Volkskongresses am Dienstagabend vor Journalisten.

Der Parlamentspräsident bestätigte die Bildung einer Kommission, die die Demonstrationen gegen Gaddafi untersuchen solle und die von Gaddafis Sohn Seif el Islam am Montagabend angekündigt worden war. Die aktuelle Lage erlaube keine Parlamentssitzung, um über Reformen zu diskutieren, sagte der Parlamentspräsident weiter.

(bert/sda)

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UNOrdnung
Die UNO ist so ziemlich der überflüssigste Verein. Kaum Handlungsfähig, zahnlose Beschlüsse und wenn sich mal alle einig sind, kann man auf das Veto von den USA oder Russland zählen.

Wie jetzt von der UNO und auch der EU auf die Entwicklung in Libyen, Ägypten oder auch anderen Staaten (nicht) reagiert wird, zeigt wie sinnlos diese Organisation ist.

Die UNO kommt mir vor wie unsere Kommissionen im SR und NR. Viel Geschwafel, sinnlose Vorschläge und nichts das später wirklich verwertet wird.
Abschaffen!
fragwürdige Organisation
Was dieser Verein wert ist, sieht man daran, dass noch vor kurzem Libyen das Präsidium der Vollversammlung inne hatte. Wann meldet sich Joseph Deiss zu Wort? Auch seine (gut gemeinten) Worte werden ungehört verhallen.
Was für ein lauer Wind....
Die UNO bedauert...und verlangt von Gaddafi.... wie man diesen Despoten nicht kennen würde. Der wird nie und nimmer auf die Empfehlungen der UNO eingehen, sondern das Gemetzel fortsetzen. Und die UNO ? Einmarschieren und Ordnung schaffen, das wäre logisch!
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