UNO fordert Verstärkung in Darfur
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 22:53 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 23:31 Uhr

New York - Angesichts zunehmender Gewalt in Darfur hat die UNO von der Afrikanischen Union eine Verstärkung ihrer Friedenstruppe gefordert.

Derzeit hat die Afrikanische Union rund 2400 Friedenssoldaten in der Krisenregion stationiert.
Derzeit hat die Afrikanische Union rund 2400 Friedenssoldaten in der Krisenregion stationiert.
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Dies sei nötig, um die Lage in Darfur zu stabililisieren, sagte ein UNO-Mitarbeiter.

Die Gewalt in Darfur habe im April wieder zugenommen, sagte er vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York. Es habe im vergangenen Monat mehr Angriffe auf Zivilisten, mehr Vergewaltigungen, Entführungen und Plünderungen als im März gegeben. Meist steckten Freischärler dahinter.

Organisierte Aufständische griffen wiederum Polizei, Milizen und auch Hilfsgüterkonvois an. Derzeit hat die Afrikanische Union (AU) rund 2400 Friedenssoldaten in der Krisenregion stationiert, bis September sollen es mehr als 6100 Soldaten und knapp 1600 Polizisten werden.

In der Krisenregion im Westen des Sudan verfolgen arabische Dschandschawid-Milizen, die zusammen mit der Regierung gegen Rebellen in der Region kämpfen, nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen die Angehörigen schwarzafrikanischer Volksgruppen.

Friedensgespräche ausgesetzt

Friedensgespräche zwischen der sudanesischen Regierung und den beiden wichtigsten Rebellengruppen in Darfur, bei denen die AU vermittelt, waren im Dezember ins Stocken geraten und ausgesetzt worden.

Nach Schätzungen der UNO starben in dem seit Februar 2003 andauernden Konflikt bis zu 300 000 Menschen. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

(bert/sda)

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