UNO fordert tausende zusätzliche Beobachter für Darfur
publiziert: Donnerstag, 2. Sep 2004 / 23:25 Uhr

New York - Der UNO-Sondergesandte für Sudan, Jan Pronk, hat im UNO-Sicherheitsrat die Entsendung von wesentlich mehr Beobachtern in die westsudanesische Krisenregion Darfur gefordert.

Dreitausend Beobachter wären nicht genug, sagte Pronk.
Dreitausend Beobachter wären nicht genug, sagte Pronk.
1 Meldung im Zusammenhang
Dreitausend wären nicht genug, sagte Pronk im Anschluss an Beratungen des UNO-Sicherheitsrats über den Sudan in New York. Zuvor hatte Pronk dem Sicherheitsrat einen Bericht über die Lage in Darfur vorgelegt. Darin forderte er die Regierung in Khartum auf, mehr Hilfe der internationalen Gemeinschaft anzunehmen.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte erstmals seit Ablauf einer 30-Tage-Frist über die anhaltend schwere Krise in der sudanesischen Westprovinz Darfur beraten.

Pronk sagte vor Journalisten, die Beobachter sollten weiter im Rahmen der Mission der Afrikanischen Union (AU) in Darfur bleiben. Eine genaue Zahl nannte er nicht. Die sudanesische Regierung und die AU müssten sich so schnell wie möglich in dieser Frage verständigen.

Wenn die Regierung nicht in der Lage sei, den Schutz der Bevölkerung in der westsudanesichen Krisenregion allein zu gewährleisten, müsse sie auf Unterstützung von aussen zurückgreifen, heisst es in Pronks Bericht. Die beste Möglichkeit dafür sei die Ausdehnung der Mission der AU.

Derzeit sind in der Region 120 AU-Waffenstillstandsbeobachter im Einsatz; sie werden von rund 300 Soldaten der Afrikanischen Union beschützt.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte bereits im vergangenen Monat die Ausweitung der AU-Mission gefordert, war jedoch auf Widerstand aus Khartum gestossen.

Die USA stimmten der Forderung zu, kritisierten Pronks Bericht jedoch, weil er mehr als 30 Tage nach der weitgehend von Khartum ignorierten Sudan-Resolution der UNO nicht hart genug mit der dortigen Regierung ins Gericht gehe.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Der UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Der UNO-Sonderbeauftragte Jan Pronk orientierte das Gremium über Einzelheiten der Lage.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 15°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
Basel 14°C 29°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
St. Gallen 14°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Bern 14°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
Luzern 11°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Genf 13°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen sonnig
Lugano 20°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten