UNO veröffentlicht Index für menschliche Entwicklung
publiziert: Dienstag, 8. Jul 2003 / 18:58 Uhr

Genf - Die Schweiz hat auf dem Index der menschlichen Entwicklung einen Rang gut gemacht und liegt neu auf Platz 10. Spitzenreiter ist das dritte Jahr in Folge Norwegen vor Island, Schweden und Australien. Dies geht aus einem Bericht der UNO hervor.

In Afrika ist die Situation katastrophal.
In Afrika ist die Situation katastrophal.
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Die USA fielen vom sechsten auf den siebten Platz zurück. Sierra Leone steht auf der Liste von insgesamt 175 Staaten an letzter Stelle.

30 von insgesamt 34 Ländern mit niedriger menschlicher Entwicklung am Ende der Liste liegen in Afrika südlich der Sahara.

Der Rückgang ist nach dem Bericht des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP) auf die verheerenden Folgen der Aids-Seuche zurückzuführen.

In Südamerika Verbesserungen

In zahlreichen Entwicklungs- und Schwellenländern gab es seit 1990 auch Fortschritte. So machte Brasilien wegen seiner Bemühungen im Bildungsbereich ein grossen Sprung nach oben im Index für menschliche Entwicklung, Bolivien und Peru konnten sich durch sozialpolitische Reformen verbessern.

Armut auch in reichen Ländern

Unter den 17 reichsten Staaten bilden die USA beim so genannten Index für menschliche Armut das Schlusslicht: Trotz relativ hohen Pro-Kopf-Einkommens mit über 34 000 Dollar können in den Vereinigten Staaten relativ viele Menschen nicht lesen und schreiben oder leben in Armut.

Schweden liegt beim Index für menschliche Armut an der Spitze. Dieser Index zeige, dass selbst in Ländern mit mittlerem oder hohem Einkommen weiterhin Ungleichheit herrscht, heisst es im Bericht.

Einkommen in Afrika durchschittlich 15mal niedriger

Mit 81,3 Jahren ist die Lebenserwartung in Japan am höchsten, ein in Sierra Leone geborenes Kind stirbt dagegen durchschnittlich vor Erreichen des 35. Lebensjahres.

Das Durchschnitts-Jahreseinkommen in dem westafrikanischen Land liegt bei 470 Dollar, bei einem weltweiten Durchschnittseinkommen von 7376 Dollar.

Die Untersuchung der Gleichberechtigung der Geschlechter zeigt, dass selbst in Ländern mit hohem Rang im Index für menschliche Entwicklung Frauen weiterhin benachteiligt werden.

So werden dem Bericht zufolge in Botsuana, Costa Rica und Namibia Frauen besser am politischen und wirtschaftlichen Leben beteiligt als etwa in Griechenland, Italien oder Japan.

(fest/sda)

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