UNO verschiebt Entscheidung über Kosovo-Status
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 18:00 Uhr

Wien - Die UNO will ihre Entscheidung über die Zukunft des Kosovo erst nach den Wahlen in Serbien am 21. Januar präsentieren.

Der UNO- Sondergesandte Martti Ahtisaari traf sich in Wien mit der Kosovo-Kontaktgruppe.
Der UNO- Sondergesandte Martti Ahtisaari traf sich in Wien mit der Kosovo-Kontaktgruppe.
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Er werde seine Vorschläge danach «unverzüglich» vorlegen, teilte der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari.

Er traf sich in Wien mit der Kosovo-Kontaktgruppe. Eigentlich hatte er die Pläne vor Jahresende vorstellen wollen. Der serbische Präsident Boris Tadic hatte zuvor offiziell den 21. Januar als Wahltermin angesetzt, auf den sich die serbischen Parteien am Donnerstag geeinigt hatten.

An dem Treffen in Wien nahmen die politischen Direktoren der aus Deutschland, den USA, Frankreich, Italien, Grossbritannien und Russland bestehenden Kosovo-Kontaktgruppe teil. Die Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo sind seit Monaten festgefahren.

Kosovo-Präsident Fatmir Sejdiu äusserte sich enttäuscht über die Entscheidung Ahtisaaris. Die Kosovo-Albaner seien «besonders besorgt» weil es zur Verschiebung der Entscheidung wegen der serbischen Parlamentswahlen gekommen sei, sagte Sejdiu. Nur eine schnelle Lösung des Kosovo-Status sei im Interesse seiner Bürger und der gesamten Region.

Kosovo gehört völkerrechtlich zu Serbien

Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica vertrat in einer in Belgrad veröffentlichten Stellungnahme die Ansicht, Ahtisaari habe kein Mandat, über die Wahlen in Serbien nachzudenken. Er sei nur beauftragt wirkliche Gespräche über die Zukunft des Kosovo, im Einklang mit der UNO-Charta, zu ermöglichen.

Das Kosovo gehört völkerrechtlich zu Serbien, steht aber seit dem Kriegsende 1999 unter UNO-Verwaltung. Die zu 90 Prozent albanischstämmige Bevölkerung will die Unabhängigkeit.

Die Regierung in Belgrad und die serbische Minderheit im Kosovo lehnen dies ab; sie wollen dem Gebiet lediglich weiter reichende Autonomierechte innerhalb Serbiens zugestehen. Serbien sieht das Kosovo als seine kulturelle Wiege an.

(smw/sda)

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