Vollversammlung verabschiedet Resolution
UNO verurteilt Gewalt in Syrien scharf
publiziert: Freitag, 3. Aug 2012 / 20:36 Uhr
Abstimmung der UNO Vollversammlung zu Syrien.
Abstimmung der UNO Vollversammlung zu Syrien.

New York - Die UNO-Vollversammlung hat am Freitag in New York eine Resolution verabschiedet, in der die zunehmende Gewalt in Syrien scharf verurteilt wird. 133 der 193 Mitgliedsländer des Gremiums stimmten für die Resolution, 12 stimmten dagegen, 31 enthielten sich.

6 Meldungen im Zusammenhang
In dem von mehreren arabischen Staaten eingebrachten Entwurf wird die Regierung von Baschar al-Assad aufgerufen, ihre Armee umgehend in die Kasernen zurückzuziehen. Der Einsatz schwerer Waffen gegen die eigene Bevölkerung wird scharf verurteilt.

Die schärfsten Punkte des Textes - die Aufforderung nach Assads Rücktritt und nach weitergreifenden Sanktionen - wurden allerdings auf Antrag Russlands, Chinas, Indiens und mehrerer lateinamerikanischer Staaten in letzter Minute gestrichen.

Diplomaten hatten mit einer Annahme der Resolution gerechnet und werteten sie als starkes Signal in Richtung Syrien. Eine Resolution der Vollversammlung ist jedoch völkerrechtlich nicht bindend.

Mögliche Verbrechen gegen Menschlichkeit

Die Kampfhandlungen in der syrischen Stadt Aleppo könnten sich nach Einschätzung von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit auswachsen. Dies sagte Ban vor der Abstimmung über die Resolution. «Während wir uns hier treffen, ist Aleppo das Epizentrum einer schlimmen Schlacht zwischen der syrischen Regierung und denen, die sie absetzen möchten», sagte er.

Die Gewalttaten, über die berichtet werde, könnten Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen sein. Solche Verbrechen müssten untersucht und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, so Ban weiter.

Ban äusserte sich auch besorgt über den Stillstand im UNO-Sicherheitsrat, dessen Resolutionen - anders als die der Vollversammlung - rechtlich bindend sind. Am Veto von Russland und China waren mehrfach Resolutionen gescheitert.

Ban bekräftigte, dass er den zurückgetretenen Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien, Kofi Annan, ersetzen wolle. Annan hatte am Donnerstag erklärt, er werde sein Amt Ende August niederlegen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - UNO-Ermittler zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in Syrien haben ... mehr lesen
Ein Treffen mit Assad sei laut Paulo Sergio Pinheiro von äusserster Wichtigkeit. (Archivbild)
Rauchwolken über Damaskus. (Archivbild)
Beirut - Die Macht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schwindet. Nach ... mehr lesen
Beirut - Syrische Rebellen haben in der Nacht zu Samstag das Gebäude des Staatsfernsehens in der umkämpften Metropole Aleppo angegriffen. Der Angriff scheiterte aber am ... mehr lesen
Syrische Rebellen seien beim Versuch, das Gebäude des Staatsfernsehens zu stürmen, von der syrischen Luftwaffe beschossen worden. (Symbolbild)
Kämpfe statt Diplomatie in Syrien nach Rücktritt von Annan.
Damaskus - Nach dem Rückzug des Syrien-Sonderbeauftragten Kofi Annan rückt ... mehr lesen
New York - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich für eine Fortsetzung der ... mehr lesen
Der UNO-Generalsekretär möchte dem Sicherheitsrat Vorschläge unterbreiten und Hilfe bieten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Von den Sicherheitskräften waren am Donnerstag keine Angaben zur ...
Rund 150 Opfer  Maiduguri - Bei mutmasslichen Überfällen der islamischen Terrorgruppe Boko Haram sind im Nordosten Nigerias nach Schilderungen von Augenzeugen insgesamt rund 150 Menschen getötet worden. Von den Sicherheitskräften waren am Donnerstag keine Angaben zur Zahl der Opfer zu erhalten. 
Weiss-Kragen-Terrorismus Terrorismus beherrscht die Schlagzeilen. Und wo kein Terror von der Titelseite schreit, ist Griechenland. Trauriges ...
Wer ist schrecklicher: Diese IS-Barbaren oder die White-Collar-Terroristen der Euro-Gruppe?
Fünf Tote bei Dreifach-Selbstmordanschlag in Nigeria Lagos - Bei einem Selbstmordanschlag sind in Nigeria am Samstag ... 1
Anschlag in Tunesien  Tunis - Knapp eine Woche nach dem Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien mit 38 ...
Islamische Fanatiker zerstören Löwenskulptur im syrischen Palmyra Beirut - Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat ...
Acht Festnahmen in «direkter Verbindung» zu Anschlag in Tunesien Tunis - Sechs Tage nach dem Anschlag auf ein Strandhotel ...
Tunesiens Regierung meldet erste Festnahmen Sousse - Nach dem Anschlag auf ein Strandhotel mit 38 Toten hat es in Tunesien ...
Tunesien trifft Terroranschlag hart Tunis - Nach dem blutigen Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien mit 38 Todesopfern ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    In einigen Jahren auch in Ihrer Umgebung Der Daesh (IS) breitet sich auch in Europa rasant aus. Nicht nur über ... gestern 13:03
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Der... Iran ist wahrscheinlich die zukünftige Regionalmacht in der ... gestern 12:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... Mi, 01.07.15 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... Mi, 01.07.15 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... Mi, 01.07.15 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... Mi, 01.07.15 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... Mi, 01.07.15 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... Di, 30.06.15 07:49
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 21°C 29°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 30°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 21°C 31°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 18°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 20°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 20°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten