UNO warnt vor Hungersnot in Haiti
publiziert: Freitag, 2. Nov 2012 / 19:26 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Nov 2012 / 21:51 Uhr
Die sanitäre Infrastruktur von Haiti wurde Anfang 2010 grossflächig zerstört. (Symbolbild)
Die sanitäre Infrastruktur von Haiti wurde Anfang 2010 grossflächig zerstört. (Symbolbild)

New York/Genf - Der Hurrikan «Sandy» hat im ohnehin bitterarmen Karibikstaat Haiti so schwere Zerstörungen hinterlassen, dass UNO-Vertreter vor einer Hungersnot warnen. Zusätzlich zu den Opfern des schweren Erdbebens vor knapp drei Jahren könnten bis zu eine Million Haitianer von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten werden.

Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
10 Meldungen im Zusammenhang
In den kommenden Monaten drohten "ernsthafte Probleme" durch Unterernährung, erklärte Johan Peleman, Leiter des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), am Freitag in Haiti. Der Norden des Landes habe bereits vor "Sandy" unter einer schweren Dürre gelitten.

"Sandy" könnte nun einen Grossteil der Ernte im Süden zerstört haben. Am vergangenen Mittwoch hatte Haitis Regierungschef Laurent Lamothe um internationale Hilfe gebeten. Demnach fügte der Hurrikan dem Agrarsektor Schäden von mehr als 100 Millionen US-Dollar zu.

Während "Sandy" wurden über 50 Menschen getötet, bis zu 20'000 Häuser wurden zerstört, beschädigt oder überschwemmt. Zudem sind viele Strassen unbefahrbar und einige der bedürftigsten Gebiete von jeder Hilfe abgeschnitten. Nach UNO-Angaben waren über 1,8 Millionen Haitianer vom Unwetter betroffen.

Mehr Cholera-Fälle

Derweil stieg auch die Zahl der Cholera-Fälle an. Eine Zunahme sei vor allem im Süden, im Südosten, im Westen und in den Flüchtlingslagern sowie in den schwer zugänglichen Regionen beobachtet worden, sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Das Risiko, dass sich die Cholera weiter ausbreite, steige bei starkem Regen in Ländern mit ungenügenden sanitären Einrichtungen systematisch.

Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Im Januar 2010 wurde der Inselstaat von einem schweren Erdbeben verwüstet. Über 200'000 Menschen kamen ums Leben, die sanitäre Infrastruktur wurde grossflächig zerstört. In der Folge kam es zu einer Choleraepidemie, der laut WHO bis heute rund 7600 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Zahl der Infektionen beläuft sich auf rund 600'000.

 

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Mehrere tausend Cholera-Opfer in Haiti gehen juristisch gegen die UNO vor. «Wir haben gerade die Cholera-Klage ... mehr lesen
Mehr als 650'000 Menschen  erkrankten in Haiti an Cholera.
Port-au-Prince/Mexiko-Stadt - In Haiti sind nach starken Regenfällen erneut zahlreiche Menschen ertrunken - dieses Mal in der Stadt ... mehr lesen
Überschwemmung in Cap Haitien.
Auch die ärmsten Regionen von Haiti wurden durch Wirbelsturm «Sandy» nicht verschont.
Genf - Der Hurrikan «Sandy» hat im Osten von Kuba riesige Schäden angerichtet. ... mehr lesen
Mexiko-Stadt/Port-au-Prince - Angesichts der schweren Zerstörungen durch Hurrikan «Sandy» hat die haitianische Regierung den Notstand ausgerufen. Nach Angaben des Kommunikationsministers Ady Jean Gardy wird des Kontinents vom Hunger bedroht. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - US-Präsident Barack Obama hat Benzinlieferungen in die von Sturm «Sandy» heimgesuchten Katastrophengebiete ... mehr lesen
Obama ordnet Benzin-Lieferungen für notleidende Sturmgebiete an
Zahlreiche Stars treten an Benefizkonzert für Sturmopfer auf
New York - Mit einem Benefizkonzert in New York haben am Freitag zahlreiche ... mehr lesen
Nassau - Hurrikan «Sandy» hat bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik mindestens 21 Menschen getötet - elf in Kuba, ... mehr lesen
Über 20 Tote durch Hurrikan «Sandy» in der Karibik
Mexiko-Stadt - Der Hurrikan «Sandy» hat in der Karibik schwere Schäden angerichtet. In Jamaika und Haiti kamen zwei Menschen ums Leben. Für die Bahamas wurde vorsorglich eine Hurrikan-Warnung herausgegeben. mehr lesen 
Täglich 200 Neuinfektionen. (Symbolbild)
New York - Die Zahl der Cholera-Toten in Haiti ist seit dem Ausbruch der Epidemie im ... mehr lesen
Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
Der Mont-Blanc-Tunnel musste fast zwei Stunden gesperrt werden. (Archivbild)
Der Mont-Blanc-Tunnel musste fast zwei ...
Berg seit langem in Gefahr  Courmayeur - Bei Courmayeur im italienischen Aosta-Tal wächst die Gefahr eines gewaltigen Erdrutsches. In der Nacht zu Dienstag rutschten bereits etwa 20'000 Kubikmeter Felsgestein vom Monte di La Saxe bei der Ortschaft La Palud ins Tal, wie italienische Medien berichteten. 
9-jähriges Mädchen tot  Jackson - Bei heftigen Überschwemmungen sind im Südosten der USA zwei Menschen ...
Nach den schweren Regenfällen löste sich eine riesige Schlammlawine von einem Berg bei Oso.
Acht Tote und mehr als 100 Vermisste nach Erdrutsch in den USA Washington - Nach dem Erdrutsch im US-Bundesstaat Washington mit mindestens acht Toten ist die Zahl der ...
USA  Oso - Knapp zwei Wochen nach dem gewaltigen Erdrutsch im US-Staat Washington mit mindestens 30 Toten ist noch kein Ende der Suchaktion in Sicht. Rund 600 Einsatzkräfte seien im Einsatz, um nach den immer noch 15 Vermissten zu suchen, sagte eine Sprecherin des Snohomish County.  
Titel Forum Teaser
Der PKW-Lenker musste durch die Feuerwehr befreit werden.
Unglücksfälle Auto kollidiert mit zwei Lastwagen Bei der Kollision eines Autos mit zwei Lastwagen auf der ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 8°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 8°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 8°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 9°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 10°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten