Grosse Herausforderung
UNO warnt vor weltweiter Lebensmittelkrise
publiziert: Samstag, 19. Feb 2011 / 14:59 Uhr
Mit dem MUAC-Band stellen die Helfer fest, wie stark unternährt das Kind ist.
Mit dem MUAC-Band stellen die Helfer fest, wie stark unternährt das Kind ist.

New York/Genf - Der rasante Anstieg von Lebensmittelpreisen und die damit verbundene zunehmende Armut stellen in den kommenden Jahren eine der grössten Herausforderungen für die Vereinten Nationen dar.

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Die Weltorganisation müsse sich in Zukunft noch mehr mit den Ursachen und Folgen höherer Lebensmittelpreise auseinandersetzen und ihnen aktiv entgegenwirken, sagte der UNO-Sondergesandte der Arbeitsgruppe zur globalen Lebensmittelsicherheitskrise, David Nabarro, in einer aus Genf zugeschalteten Videopressekonferenz.

Die Vereinten Nationen wären zwar auf Lebensmittelkrisen besser vorbereitet und hätten ein besseres Verständnis von den Auswirkungen auf die Bevölkerung als noch vor drei Jahren. Doch würden zunehmend die Menschen der ärmsten Länder der Welt den starken Preisschwankungen gnadenlos ausgeliefert sein.

«Wir sind sehr besorgt über die Anzahl der Familien, die schon jetzt kaum für Lebensmittel bezahlen können und weniger Mahlzeiten am Tag einnehmen als üblich», sagte Nabarro. «Die Situation ist sehr bedrohlich und wird sich weiterhin zunehmend negativ auf Frieden und Sicherheit auswirken».

Gefärdung der sozialen Stabilität

Neben politisch motivierten Unruhen und klimabedingten Veränderungen gefährden nach Angaben des Sondergesandten auch unzureichende Investitionen in die Agrarindustrie und in die Lebensmittelsicherheit das weltweite Wachstum und die soziale Stabilität.

Die Preisschwankungen erschwerten es den Bauern zudem, geeignete Zeitpunkte für Kreditaufnahmen für Geräte zu finden, die ihre Produktion steigern würden. Über 40 Millionen Menschen seien direkt vom Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen.

Die UNO erforscht in Zusammenarbeit mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds die Ursachen und Auswirkungen der Lebensmittelknappheit.

(bert/sda)

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