UNO zieht Mitarbeiter aus Elfenbeinküste ab
publiziert: Freitag, 27. Jan 2006 / 09:57 Uhr

New York - Die UNO hat aus Angst vor neuer Gewalt fast 400 zivile Mitarbeiter aus dem westafrikanischen Staat Elfenbeinküste abgezogen.

Abidjan, die Hauptstadt der Elfenbeinküste.
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Damit sind noch 800 zivile Mitarbeiter vor Ort, gemeinsam mit etwa 11 000 UNO- und französischen Friedenssoldaten. «Es handelt sich um eine temporäre Massnahme», sagte ein UNO- Gesandter. «Angesichts der hasserfüllten Botschaften, die wir in den Medien hören, glauben wir nicht an eine Verbesserung der Situation in den nächsten Tagen.»

Einige UNO-Sicherheitsratsmitglieder kündigten an, in den nächsten Tagen gegen Einzelpersonen Sanktionen zu verhängen. Diplomaten hatten jüngst immer wieder Sanktionen ins Gespräch gebracht, die Umsetzung war jedoch verzögert worden.

Angriffe auf UNO-Soldaten

In der vergangenen Woche hatten Anhänger der «Jungen Patrioten», die zu Unterstützern von Präsident Laurent Gbagbo zählen, UNO- Friedenssoldaten angegriffen. Die Demonstranten forderten einen Abzug der internationalen Truppen und warfen ihnen vor, sich in die politischen Angelegenheiten des Landes einzumischen.

An der jüngsten Gewalt droht ein von den UNO-Truppen unterstützter Waffenstillstand zu scheitern, der 2003 einen Bürgerkrieg zwischen Rebellen im Norden und Regierungstruppen im Süden beendet hat.

Streit um Neuwahlen

Der Streit war ausgebrochen, weil die internationalen Vermittler gefordert hatte, das Parlament aufzulösen und Wahlen durchzuführen.

Das Mandat des Parlaments war im Dezember abgelaufen. Gbagbo wollte die Legislatur ohne Wahlen einfach verlängern.

(ht/sda)

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