UNO zieht Wahltermin für Afghanistan in Zweifel
publiziert: Mittwoch, 7. Apr 2004 / 08:24 Uhr

New York - Ein hochrangiger UNO-Vertreter hat die fristgemässe Abhaltung der ersten freien Wahlen in Afghanistan in Zweifel gezogen. Dies für den Fall, dass die bewaffneten Milizen eine dominante politische Kraft bleiben.

Jean-Marie Guehenno: Erst Entwaffnung, dann Wahlen.
Jean-Marie Guehenno: Erst Entwaffnung, dann Wahlen.
Es würde den Ausbau der Freiheitsrechte und eine glaubwürdige Wahl verhindern, warnte der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jean-Marie Guehenno in New York.

Der Diplomat wies in seiner Erklärung vor dem UNO-Sicherheitsrat auf die Bedeutung einer raschen Entwaffnung der afghanischen Milizionäre hin. Die grosse Mehrheit der Afghanen ist überzeugt, dass die Entwaffnung vor einer Wahl kommen muss, sagte Guehenno.

Der Stellvertreter von UNO-Generalsekretär Kofi Annan forderte die NATO und die US-geführte Anti-Terror-Koalition zur Entsendung weiterer Soldaten nach Afghanistan auf. Die internationale Friedenstruppe und die afghanischen Regierungssoldaten seien derzeit nicht auf die Abhaltung glaubwürdiger Wahlen eingerichtet.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai hatte die für Juni geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen Ende März offiziell auf September verschoben.

Eines der grössten Hindernisse ist derzeit die Erfassung der Wahlberechtigten. Bisher sind nur rund 1,5 Millionen der etwa zehn Millionen Wahlberechtigten in die Verzeichnisse eingetragen.

Das zweite grosse Problem ist die Sicherheitslage. Besonders das Wiedererstarken der Taliban in der Grenzregion zu Pakistan erschwert dort die Vorbereitungen.

(fest/sda)

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