UNO zieht kein Personal aus Irak ab
publiziert: Mittwoch, 20. Aug 2003 / 10:51 Uhr

Stockholm - Nach dem Anschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan angekündigt, die Weltorganisation werde in Irak bleiben. Zuvor hatte es geheissen, die UNO wolle alle ausländischen Angestellten nach Jordanien bringen.

Aus Sicherheitsgründen sind die UNO-Mitarbeiter nun in Erbil.
Aus Sicherheitsgründen sind die UNO-Mitarbeiter nun in Erbil.
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Es sei kein Abzug von Personal vorgesehen, sagte Annan bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Die Arbeit zur Hilfe für das irakische Volk werde fortgesetzt. Wegen des Anschlags brach Annan seine Ferien in Finnland ab. Er will dem Sicherheitsrat in New York Bericht erstatten.

Die ausländischen Mitarbeiter der UNO im nordirakischen Mossul wurden aus Sicherheitsgründen in die weiter östlich gelegene Stadt Erbil gebracht, wie ein irakischer UNO-Mitarbeiter in Mossul sagte.

Erbil liegt in der kurdisch besiedelten Region Nordiraks, die seit dem Golfkrieg 1991 nicht mehr unter der Kontrolle der Regierung von Saddam Hussein stand und von kurdischen Gruppen verwaltet wurde. Die Region gilt heute als die sicherste des ganzen Landes.

Bei dem Anschlag auf die UNO-Vertretung in Bagdad wurden nach UNO-Angaben mindestens 17 Menschen getötet und 108 weitere verletzt. Unter den Toten befindet sich auch der UNO-Sonderbeauftragte für Irak, Sergio Vieira de Mello.

Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen, da zahlreiche Menschen noch in den Trümmern des Gebäudes eingeklemmt seien, sagte eine UNO-Sprecherin.

Wer hinter dem Anschlag steckt, bleibt unklar. Offen bleibt auch, ob es sich um einen Selbstmordanschlag handelte. Die Autobombe war um etwa 16.30 Uhr (Ortszeit) vor dem zum UNO-Hauptquartier umfunktionierten früheren Canal-Hotel explodiert.

Unterdessen wurde auch bekannt, dass fünf Mitarbeiter der Weltbank nach dem Anschlag vermisst werden. Von vier örtlichen Angestellten und einem Berater gebe es keine Lebenszeichen, teilte die Organisation in Washington mit.

Die Mehrzahl der insgesamt 15 Weltbank-Mitarbeiter habe sich zum Zeitpunkt der Explosion allerdings nicht in Bagdad aufgehalten. In der UNO-Vertretung waren auch die Vertretungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank untergebracht.

(rr/sda)

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