UNRWA benötigt breite Unterstützung
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 14:22 Uhr

Genf - Das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) muss auf eine breite Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft zählen können. Das erklärte Bundesrätin Calmy-Rey in einer Botschaft an die in Genf tagende humanitäre Konferenz.

Micheline Calmy-Rey setzt sich für UNO-Hilfswerk UNRWA ein.
Micheline Calmy-Rey setzt sich für UNO-Hilfswerk UNRWA ein.
350 Vertreter aus 62 Ländern und von 29 internationalen Organisationen setzten am Dienstag das zweitägige Treffen über die humanitäre Hilfe für die 4,1 Millionen palästinensischen Flüchtlinge fort.

Die UNRWA sei in Bereichen aktiv, die normalerweise staatliche Instanzen übernehmen, sagte die Aussenministerin: Bildung, Gesundheitsversorgung, Sozialarbeit und Entwicklung. Jeden Tag gingen 500 000 palästinensische Kinder in eine der 600 Schulen, die UNRWA leite. Die UNRWA muss auf eine breite und verstärkte Unterstützung zählen können, sagte sie.

Hervorragende Resultate

UNRWA-Direktor Peter Hansen wies darauf hin, dass die palästinensischen Flüchtlinge durch ihre eigene harte Arbeit und Entschlossenheit und mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft im Bildungs- und Gesundheitswesen hervorragende Resultate erzielten.

Heute seien diese Erfolge jedoch am Ende. Denn mit Beginn der 2. Intifada im September 2000 habe sich jeder Lebensbereich der palästinensischen Flüchtlinge verschlechtert.

(rp/sda)

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