US-Abgeordnete: China muss Strafzölle zahlen
publiziert: Donnerstag, 30. Sep 2010 / 15:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Okt 2010 / 00:05 Uhr

Washington - Im Währungsstreit mit China erhöhen die USA den Druck auf Peking. Das Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch (Ortszeit) für Strafzölle auf chinesische Importe, weil China seine Währung nach Ansicht der Abgeordneten künstlich unterbewertet hält und sich damit unfaire Wettbewerbsvorteile verschafft.

Der Streit über den richtigen Wert des Yuan zwischen den USA und China veranlasst das Repräsentantenhaus für Strafzölle auf chinesische Importe zu votieren.
Der Streit über den richtigen Wert des Yuan zwischen den USA und China veranlasst das Repräsentantenhaus für Strafzölle auf chinesische Importe zu votieren.
6 Meldungen im Zusammenhang
Die Abgeordneten votierten mit 348 gegen 79 Stimmen für den Entwurf. Vorige Woche hatte sich bereits US-Präsident Obama in einem direkten Gespräch mit Chinas Premier Wen Jiabao noch einmal dafür eingesetzt, dass der Yuan aufgewertet wird.

Nun muss das Gesetz noch den Senat passieren, wo ihm allerdings wenig Chancen eingeräumt werden. Die «New York Times» sprach von einer «symbolischen, aber nicht unbedeutenden» Massnahme der Abgeordneten.

«Vorwand für Protektionismus»

Dennoch reagierte China am Donnerstag gereizt auf die Abstimmung. Der Streit über den richtigen Wert des Yuan werde «als Vorwand für Protektionismus» genommen, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Jiang Yu, in Peking. «Es schadet ernsthaft dem Handel und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den USA und wird schwere Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben.»

Die US-Ökonomie weist ein riesiges Leistungsbilanzdefizit auf, das zu grossen Teilen auf einem Defizit im Aussenhandel beruht: Die grösste Volkswirtschaft der Welt importiert deutlich mehr als sie exportiert. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei rund 380 Milliarden Dollar. Dabei spielt der Aussenhandel mit China eine grosse Rolle.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - WTO-Generaldirektor Pascal ... mehr lesen
Das US-Repräsentantenhaus drohte Peking jüngst mit Strafzöllen.
Jean-Claude Juncker: Die Aufhebung der festen Anbindung des Yuan an den US-Dollar habe bisher nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.
Brüssel - Der Konflikt um die niedrig gehaltene Währung Chinas wird schärfer. Die Europäer verlangten am Dienstag in Brüssel am Rande des EU-Asien-Gipfels in ungewöhnlich deutlichen Worten ... mehr lesen
Peking - Eine Woche vor der ... mehr lesen
China droht formelle Ermittlungen gegen US-Autohersteller wegen ihrer Exportpraktiken an. (Archivbild)
US-Gewerkschaften zeigen sich befriedigt.
Washington - Wegen der Einfuhr von Nägeln aus China zu Schleuderpreisen haben die USA Strafzölle angeordnet. Die Preise der beanstandeten Nägel seien zwischen gut 20 und knapp 120 ... mehr lesen
Brüssel - Die EU-Staaten werden für ... mehr lesen
Sportschuhe werden in Europa kaum noch hergestellt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Brüssel - Die EU-Staaten werden für die Dauer von zwei Jahren Strafzölle auf Lederschuhe aus China und Vietnam beschliessen. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 6°C 7°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 5°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, aber kaum Regen
Bern 6°C 6°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 5°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten